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Neues Baugebiet: Anlieger fürchten Hochwasser!

Grafhorst Neues Baugebiet: Anlieger fürchten Hochwasser!

Grafhorst. Grafhorst bekommt mit „In den Morgen II“ ein weiteres Baugebiet. Die angrenzenden Anwohner befürchten, dass ihre Grundstücke deshalb in Zukunft bei Regen absaufen könnten. Und sie sind von den lokalen Politikern enttäuscht, weil diese ihre Ängste ignorierten.

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Befürchten Schlimmstes: Die Anlieger Wilhelm Feuerschütte, Fabian Loan, Martina Feuerschütte und Birigit Fechner an dem zugewucherten Graben, in den künftig auch das Regenwasser des Baugebiet „In den Morgen II“ geleitet werden soll.

Quelle: Foto: Schulze

Hintergrund: Das Regenwasser, das auf den versiegelten Fläche im neuen Baugebiet nicht mehr versickern kann, soll über den Mühlengraben abgeleitet werden. Der sei aber nicht nur völlig zugewachsen und verschlammt, sondern schon jetzt durch die Baugebiete Wriedstücke und In den Morgen I total überlastet, so die Kritik der Anlieger.

Am Montag hatte der Bauausschuss den Bebauungsplan einstimmig durchgewunken (WAZ berichtete). Sein Argument: Laut Gutachten würden bereits bestehende Grundstücke nicht unter dem neuen Baugebiet leiden. „Ich habe das Gefühl, dass das Baugebiet mit aller Macht durchgedrückt werden soll“, so Wilhelm Feuerschütte aus dem Hopgarten. „Was mit unseren Grundstücken wird, ist den Politikern egal. Die neuen Bauflächen können aufgeschüttet werden, aber wir können unsere Häuser nicht mehr erhöhen“, so Feuerschütte, der sein Haus 1980 gebaut hatte.

Selbst Planer hatten zu Bedenken gegeben, dass die Höhenunterschiede von mindestens einem Meter zum Grundwasser teilweise nur schwer einzuhalten seien. Ähnliches hatte auch der Landkreis in seiner Stellungnahme angemahnt: Anlieger der bereits bestehenden Baugebiete hätten dem Problem durch „nachträgliche Geländeaufschüttungen zu begegnen versucht“. Auch Fabian Loan, dessen Freundin Mirja und Mutter Birgit Fechner In der grünen Aue in einem 112 Jahre alten Haus wohnen, ist sauer: „Wer kommt für die Kosten auf, wenn hieraus Schäden entstehen? Unsere Lebensqualität sinkt und wir haben nur Laufereien, aber das interessiert niemanden.“

Feuerschüttes sind überzeugt: Da der Mühlengraben direkt neben ihrem Haus verläuft, wird es künftig ohne stärkere Drainagepumpe nicht mehr gehen.

iks

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