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Kiessee: Jutematten gegen die Algenpest!

Velpke Kiessee: Jutematten gegen die Algenpest!

Velpke. Der Velpker Kiessee wird zu einem Testgebiet gegen die Algenpest. Dank Initiative des Angel- und Gewässerschutzvereins Vorsfelde (AGV), der das 25 Hektar große Gewässer gepachtet hat, wurde dieser in ein Pilotprojekt des Landessportfischerverbandes aufgenommen. Das Ziel: Die Ausbreitung der schmalblättrigen Wasserpest einzudämmen.

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Kiessee in Velpke: Biologe Thomas Klefoth (l.) und weitere Helfer vom Angel- und Gewässerschutzverein Vorsfelde (AGV) legten Jutematten gegen die Algenpest aus.

Quelle: Imke Schulze

Neun Seen in ganz Niedersachsen, darunter eben auch der Velpker Kiessee, werden in den nächsten Wochen mit Jutematten ausgelegt. Diese saugen sich mit Wasser voll, sinken auf den Boden und sollen so das Wachstum der Wasserpest verhindern. „Stattdessen können sich wieder heimische Arten auf dem Juteboden ansiedeln“, erklärt der Biologe Thomas Klefoth. Nach drei Jahren ist die Jute verwittert.

13 tatkräftige Helfer vom AGV waren jetzt vor Ort, um 500 Quadratmeter des Kiessees mit Jute auszulegen. Im nächsten Jahr wird der Erfolg ausgewertet und weitere zwei Jahre fortgeführt. Der Landessportfischerband kann dieses Pilotprojekt dank Unterstützung der niedersächsischen Bingo Umweltstiftung durchführen.

Vor rund 100 Jahren war diese Pflanze aus Nordamerika eingeschleppt worden und verdrängt seitdem heimische Unterwassergewächse. Die Wasserpest erzeugt eine sehr große Biomasse. Wenn sie im Herbst abstirbt, verschlammt der See und wird seines Sauerstoffes beraubt. Dieser ist aber zur Erhaltung der Artenvielfalt in Gewässern lebenswichtig, die anderen Pflanzen verkommen - zumindest bisher.

iks

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