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Velpke/Lehre Grünes Licht für umstrittenes Sozialbauprojekt
Wolfsburg Velpke/Lehre Grünes Licht für umstrittenes Sozialbauprojekt
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17:18 04.05.2018
Umstrittenes Projekt: Der Bauausschuss gab dennoch grünes Licht für den Bebauungsplan „An der Schule“ in Velpke. Quelle: Gero Gerewitz
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Velpke

Dem Gemeinderat obliegt zwar die endgültige Entscheidung, doch eine wichtige Hürde hat der Bebauungsplan „An der Schule“ am Donnerstag in Velpke genommen: Mit knapper Mehrheit von vier zu drei Stimmen der SPD-Vertreter gegen die Opposition der CDU gab man damit einem nach wie vor umstrittenen Bauprojekt grünes Licht. Hier soll ein zweistöckiges Wohnhaus für sozial schwächere Familien entstehen. Vor allem gegen die Höhe des Hauses waren noch Anfang dieses Jahres benachbarte Anlieger Sturm gelaufen.

Eine Alternative zum Baugrundstück an der Schule sei nicht denkbar

Die Wogen der Empörung haben sich mittlerweile zwar etwas geglättet, doch Harmonie sieht anders aus – auch wenn die öffentliche Sitzung unter Leitung von Elke Jäger (SPD) moderat ablief und nur wenig Publikum erschienen war. Stellvertretender Gemeindedirektor Henning Glaser jedenfalls blickte abschließend erleichtert drein: „Es war ruhiger als befürchtet.“

Dazu hatten offensichtlich auch die sachlichen Darstellungen der Gastreferenten beigetragen. Thomas Söhrmann vom Schwerdt-Büro für Stadtplanung sprach von baulichen Modifikationen, die letztlich die Gebäudehöhe erheblich abmilderten. Wito Johann, Geschäftsführer der Kreiswohnungsbaugesellschaft (KWG) Helmstedt, unterstrich, dass eine Alternative zum Baugrundstück an der Schule nicht denkbar sei. „Die Kosten für das Projekt würden sich an anderer Stelle wesentlich erhöhen“, so sagte Johann, zumal man Grundstückskauf und Infrastruktur auf die Mieten umlegen müsste. Die Mieten seien in dem geplanten Objekt auf 5,60 Euro pro Quadratmeter gedeckelt, Bewerber bräuchten auf jeden Fall einen Wohnberechtigungsschein als Nachweis ihres Einkommens. Henning Glaser schließlich berichtete über die öffentliche Auslegung der Pläne. Einwendungen – beispielsweise seitens des Landkreises – seien in die Planungen eingearbeitet worden. „Wir erkennen zwar gewisse Beeinträchtigungen für die Nachbarn, doch diese bewegen sich in vertretbarem Rahmen“, sagte Glaser.

Beeinträchtigungen für die Nachbarn in einem vertretbaren Rahmen

Während für die SPD Herbert Groenke und stellvertretendes Ausschussmitglied Sebastiano De Maria den wichtigen sozialen Charakter des Hauses in den Vordergrund stellten, befürchteten die CDU-Vertreter Lothar Wenzel und Hendrik Schünemann sowie Thomas Link (parteilos) vor allem Beeinträchtigungen für den benachbarten Kindergarten. Ihre Argumentation von „Beschattung“ allerdings fand keine Resonanz.

Burkhard Heuer

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