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Velpke/Lehre Groß Brunsrode: Bessere Busanbindung gewünscht
Wolfsburg Velpke/Lehre Groß Brunsrode: Bessere Busanbindung gewünscht
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00:16 29.01.2017
Bushaltestelle in Groß Brunsrode: Andrea Saemerow fordert eine bessere Busanbindung der Ortschaft mit der Regiobuslinie 230. Quelle: Boris Baschin
Groß Brunsrode

Die 52-Jährige wünscht sich, dass die Ortschaft an das Busnetz der Linie 230 angebunden wird. Sie ist überzeugt, dass gerade Jugendliche und Ältere ein solches Angebot nutzen würden. Gerade den Einsatz zusätzlicher Busse von Lehre aus ohne eine Anbindung ihres Heimatortes empfindet die Groß Brunsroderin als „Schlag ins Gesicht“.

Die WVG als Betreiberin der Linie 230 geht nicht von einer großen Nachfrage in Groß Brunsrode aus: „Es sind nur wenige Fahrgäste zu erwarten und die Fahrtzeit nach Braunschweig beziehungsweise Wolfsburg würde sich verlängern“, sagt WVG-Sprecherin Petra Buerke. Sie verweist auf eine Vorgabe vom Zweckverband Braunschweig, nach der Regiobusse auf dem direkten Weg zwischen den Städten verkehren sollen.

Dabei wünscht sich Andrea Saemerow keine vollumfängliche Anbindung an die Buslinie 230. „Es würde ja schon reichen, wenn der Bus jeweils morgens und nachmittags zwei bis drei Mal durch den Ort fährt.“

„Die bessere Taktung für Lehre finde ich gut, es ist allerdings schade, dass man dabei nicht über den Tellerrand geguckt hat und auch nicht nach Möglichkeiten sucht, Groß Brunsrode besser anzubinden“, sagt Ortsbürgermeisterin Kerstin Jäger. Außer im Ortsrat steht das Thema öffentlicher Nahverkehr auch bei Gemeindebürgermeister Andreas Busch weit oben auf der Agenda: Er hatte in einem Gespräch mit der WAZ Ende 2016 angekündigt, sich auch für eine bessere Anbindung von Groß Brunsrode einsetzen zu wollen.

joe

Derzeit sind drei Anruflinientaxis unterwegs

Eine Möglichkeit, den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern, sind so genannte Anruflinientaxis. „Davon gibt es für Groß Brunsrode derzeit drei an Nachmittagen“, sagt Ronald Kroke von der KVG Braunschweig auf WAZ-Anfrage. Wird eine Fahrt zu den vorgegebenen Zeiten gewünscht, muss diese 45 Minuten vorher telefonisch angemeldet werden.

Zwischen 2000 und 2010 hatte einst die Gemeinde Lehre ein solches Angebot als freiwillige Leistung finanziert. „Hintergrund für die Einstellung war in erster Linie die Konsolidierung der Gemeindefinanzen. Die Kosten lagen gegen Ende bei rund 10.000 Euro jährlich, gestartet war es mit 7500 DM. Hinzu kam, dass die Nachfrage in keinem Verhältnis zu den finanziellen Aufwendungen stand“, erläutert Tobias Breske, allgemeiner Vertreter des Gemeindebürgermeisters und in der Gemeinde Lehre auch für den öffentlichen Personennahverkehr zuständig.

joe

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