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Gleichstellung im Landkreis: „Es gibt noch viel zu tun“

Lehre Gleichstellung im Landkreis: „Es gibt noch viel zu tun“

Lehre. Das niedersächsische Sozialministerium hat jetzt den zweiten Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern herausgegeben. Über die Ergebnisse tauschten sich die Gleichstellungsbeauftragten Katrin Morof (Helmstedt) und Uljana Klein (Lehre) aus.

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Analysierten den neuen Gleichstellungs-Atlas: Die Gleichstellungsbeauftragten Uljana Klein (l.) und Katrin Morof.

Quelle: Photowerk (bas)

Das Ergebnis: Im Landkreis ist in Sachen Gleichstellung trotz leichtem Aufwärtstrend noch viel zu tun: Vor allem mit den Bereichen Existenzgründung, Minijobs, Kitas und politische Mandate beschäftigten sich die Gleichstellungsbeauftragten. Eine Übersicht.

- Existenzgründung: 2008 gründeten 471 Helmstedter ein eigenes Unternehmen, darunter 176 Frauen. Damit lag Helmstedt im niedersächsischen Mittelfeld. 2011 führt der Landkreis mit einer Steigerung von 8,3 Prozent beim Frauenanteil der Existenzgründer. Es geht also voran. In der Gemeinde Lehre gibt es aktuell 674 Gewerbetreibende, darunter 247 Frauen.

- Minijobs: Hier stand der Landkreis 2008 mit einem negativen vierten Platz ganz oben in der Rangliste: Viele Frauen gingen nur einem Minijob nach. Die häufige Folge daraus: Altersarmut. „Hier gibt es eine leider nur kleine Verbesserung von drei Prozent“, so Uljana Klein.

- Kitas: Nur 1,7 Prozent der Erzieher sind männlich. Damit liegt der Landkreis weit unterhalb des Landesdurchschnitts von 4,2 Prozent.

- Politische Mandate: 21,4 Prozent der Mandate haben seit der letzten Kommunalwahl Frauen inne. Das ist eine leichte Steigerung um 2,4 Prozent. Dennoch liegt der Landkreis in Niedersachsen nur an 31. Stelle. Und: „In der Gemeinde Lehre ist der Anteil an Frauen mit Mandat zuletzt um 50 Prozent zurückgegangen“, bedauert Klein. Im Rat der Gemeinde sitzen 22 Männer und nur sechs Frauen.

kau

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