Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Flüchtlingsfamilie lebt in winzigem Wohncontainer

Syrer fanden ein neues Zuhause in Velpke Flüchtlingsfamilie lebt in winzigem Wohncontainer

Marwan Mohamad und Ehefrau Zalok Ali hatten mit ihren Kindern immer wieder Todesangst. Die junge Familie ist aus der hart umkämpften Stadt Aleppo in Syrien über die Türkei nach Deutschland geflohen. Seit Februar leben Eltern und Nachwuchs zu fünft auf 40 Quadratmetern in einem Wohncontainer in Velpke.

Voriger Artikel
Unbekannte versuchte 30.000 Euro zu ergaunern
Nächster Artikel
Schwerer Glätteunfall: 69-Jährige kam ums Leben

Angespannte Situation: Mutter Zalok Ali und Vater Marwan Mohamad leben mit ihren inzwischen vier Kindern in einem 40 Quadratmeter großen Wohncontainer in Velpke.

Quelle: Tim Schulze Wolfsburg

Velpke. Nach der Geburt des vierten Kindes wird es noch enger, so dass die Flüchtlingsfamilie dringend eine größere Wohnung sucht.

Zunächst lebten die Kurden Marwan Mohamad und Zalok Ali, die dem jesidischen Glauben angehören, mit ihren Kindern Gardeina (9), Ameen (7) und Ali (4) ein Jahr und vier Monate in einer Wohnung in Istanbul. „Dort konnten die Kinder nicht zur Schule gehen“, berichtet Vater Marwan Mohamad. Es folgte die gefährliche Überfahrt in einem Schlauchboot von Izmir auf die griechische Insel Lesbos. „Es waren sehr viele Menschen in dem Boot und wir hatten Todesangst“, erinnert sich Mutter Zalok Ali, die allein mit ihren Kindern im November 2015 über die Balkanroute nach Deutschland gekommen war. Ehemann Marwan folgte einen Monat später.

Nach der Erstaufnahme in Hameln ist nun ein 40 Quadratmmeter großer Wohncontainer mit drei Schlafräumen, einem Gemeinschaftsraum mit Kochnische sowie einer Dusche und zwei Toiletten das neue Zuhause in Velpke. „Es ist sehr eng“, sagt Zalok Ali. Sie hat am Montag einen gesunden Jungen namens Delgan zur Welt gebracht. Trotz der riesigen Freude darüber wird sich die Platzsituation durch einen Säugling weiter verschärfen. Unterstützung im Alltag bekommt die Familie von Modestina Miranda und Johannes Götz von der Velpker Flüchtlingshilfe.

„Die Unterbringung ist keine Dauerlösung“, sagt Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke. „Da wir nur teilweise Mietwohnungen haben, mussten wir auf die Wohncontainer zurückgreifen.“ Diese lässt sich die Betreiberfirma gut von der Kommune bezahlen: Pro mobile Einheit sind laut Fricke monatlich 1340 Euro Miete fällig.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Velpke/Lehre

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt Wolfsburg für Sie zusammengefasst. mehr