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„Es wäre schön, wenn es nicht bei einer Amtszeit bliebe“

Wolfsburg „Es wäre schön, wenn es nicht bei einer Amtszeit bliebe“

Freitag, am 11. November, ist Andreas Busch seit elf Tagen neuer Gemeindebürgermeister von Lehre. Im WAZ-Interview spricht er über den Start seiner Amtszeit, seine Pläne und den Sturm der Narren aufs Rathaus.

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Wechsel im Rathaus Lehre: Andreas Busch übernahm die Amtskette von seinem Vorgänger Klaus Westphal (re.).

Herr Busch, wie haben Sie die ersten Tage Ihrer Amtszeit erlebt? Welche Dinge haben Sie besonders erfreut, überrascht oder auch verwundert?

Die ersten Tage waren in erster Linie von den Vorbereitungen für die konstituierenden Sitzungen der acht Ortsräte und des Gemeinderates geprägt. Darüber hinaus standen Gespräche mit Menschen aus der Gemeinde Lehre im Fokus. Auch viele Besprechungen mit den Politikerinnen und Politkern sowie den Beschäftigten konnte ich führen. Gefreut hat mich dabei vor allem die Offenheit, mit der ich von allen Seiten empfangen wurde sowie der damit verbundene tolle Start in meine Amtszeit.

Wie reagieren die Menschen in Lehre und den Ortsteilen auf den neuen Bürgermeister, der ja nun alles andere als unbekannt ist?

Ich erlebe zurzeit positive Rückmeldung, noch immer erreichen mich viele Glückwünsche. Aufgefallen ist mir dabei, dass auch bei unterschiedlichen Auffassungen der Gesprächspartner eine angenehme Gesprächsatmosphäre vorherrschte.

Welches Thema haben Sie als neuer Verwaltungschef als erstes in Angriff genommen und warum?

In der Verwaltung mussten auch aufgrund meines Wechsels von der Geschäftsbereichsleitung in das Bürgermeisteramt einige Änderungen in der Organisationsstruktur vorgenommen werden. Dies ist nach einem Personenwechsel an der Spitze einer Verwaltung elementar wichtig um ein reibungsloses Funktionieren insbesondere der Arbeit der Verwaltung mit den Menschen in der Gemeinde Lehre zu gewährleisten. Dank des tollen Teams im Rathaus und in den Einrichtungen sind wir da aber sehr gut aufgestellt.

Was werden die nächsten Schritte sein, um die Gemeinde Lehre weiter nach vorne zu bringen? Wo sehen Sie hier dringenden Handlungsbedarf?

Im Fokus stehen für mich ganz klar die Schaffung dringend benötigter Krippenplätze, das Vorantreiben des Breitbandausbaus in der Gemeinde Lehre sowie eine bessere Anbindung unserer Ortschaften an den Personennahverkehr.

Wie lang ist Ihre Amtszeit und wie soll die Gemeinde Lehre am Ende aufgestellt sein?

Die Amtszeit der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister wurde vom Land Niedersachsen zuletzt von acht auf fünf Jahre heruntergesetzt. Da das aus meiner Sicht viel zu kurz ist, um alle Vorhaben gemeinsam mit Rat und Verwaltung umsetzen zu können, wäre es schön, wenn es nicht bei einer Amtszeit bliebe. Am Ende meiner Amtszeit sollte die Gemeinde Lehre dabei noch stärker aufgestellt sein als heute. Auch die verbliebenen Liquiditätskredite sollen getilgt sein, nur so kann ein größerer Freiraum für finanzielle Investitionen entstehen. Damit verbunden ist für mich eine ausgebaute Kinderbetreuungslandschaft, eine bessere Anbindung an das Netz des Personennahverkehrs sowie eine besserer Internetversorgung. Das alles verbunden mit einem weiteren Anstieg der Einwohnerzahlen, um dem demographischen Wandel entgegen zu wirken.

Am 11. 11. sind Sie genau elf Tage im Amt und müssen den Rathausschlüssel zum Auftakt der närrischen Zeit symbolisch an den Karnevalsverein abgeben. Fällt Ihnen das leicht und welche Rolle spielt der Karneval generell für Sie?

Zu den Lehrschen Närrinnen und Narren pflege ich einen sehr guten Kontakt und freue mich auf den 11. November, den Höhepunkt für die Karnevalisten. Ich muss aber mit einem Augenzwinkern festhalten, dass ich keine rheinische Frohnatur bin, sondern nun mal der norddeutschen Tiefebene entstamme. Das Gemeindesäckel und den Rathausschlüssel überreiche ich der Karnevaltruppe um Jupp Jansen aber sehr gern, ich denke dort ist beides in guten Händen. joe

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