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Einheitsgemeinde sollte weiter angestrebt werden

Velpke Einheitsgemeinde sollte weiter angestrebt werden

WAZ-Interview mit Velpkes Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke.

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Rüdiger Fricke

WAZ: Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende, wie haben Sie die ersten Monate als neuer Samtgemeinde-Chef erlebt?

Fricke: Ereignisreich, das kann man wohl sagen. Meine langjährige Zusammenarbeit als Verwaltungsvorstand mit Herrn Schlichting hat sicher vieles erleichtert. Aber jetzt als Chef, und damit in der Gesamtverantwortung für die Samtgemeinde stehend, haben sich natürlich einige Veränderungen ergeben. Durch Umstrukturierungen, verbunden auch mit Delegation, läuft bisher grundsätzlich alles reibungslos, und nach anfänglicher leichter Skepsis bin ich dankbar und sehr zufrieden, dass ich diesen verantwortungsvollen Posten übernehmen konnte. Ich freue mich eigentlich jeden Tag, wenn ich die Arbeit in meinem Büro aufnehmen kann.

WAZ: Worüber haben Sie sich im Jahr 2014 am meisten gefreut?

Fricke: Über das nach meinem Empfinden grundsätzliche Vertrauen der Mandatsträger und vieler Institutionen in der Samtgemeinde und den Mitgliedsgemeinden, die gute und engagierte Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitern und natürlich die uneingeschränkte Unterstützung durch meine Frau Heike.

WAZ: Hat Sie auch etwas geärgert?

Fricke: Ja sicherlich, aber das möchte ich nicht öffentlich machen. Na gut, das „Kirchturmdenken“ und die kleinteiligen Strukturen ärgern mich schon. Betriebswirtschaftlich liegt hier und in vielen anderen öffentlichen Bereichen einiges im Argen und ist dringend verbesserungsbedürftig.

WAZ: Welche Projekte werden das kommende Jahr prägen?

Fricke: Als wesentlich möchte ich nachfolgende Maßnahmen einstufen: die Umsetzung des Ganztagsschulbetriebes in Danndorf einschließlich der baulichen Maßnahmen sowie der weitere Ausbau des Kita-Angebotes inklusive Krippenbau. Die Stärkung der sozialen Integration der bei uns untergebrachten und noch aufzunehmenden Flüchtlinge, die Personalplanung, die Rathaussanierung, der Bau des Feuerwehrgerätehauses in Groß Twülpstedt, Umsetzung von Maßnahmen aus dem Demografiekonzept sowie im Bereich des Klimaschutzes, die Erstellung der Jahresabschlüsse sowie eine weitere Haushaltskonsolidierung, die weitere Bauleitplanung und Ausweisung von Baugebieten, Stärkung ehrenamtlicher Tätigkeit und Unterstützung der Vereine und Verbände.

WAZ: Was erwarten Sie sich für Fortschritte beim Thema Fusion und der Einheitsgemeinde Velpke?

Fricke: Seit über zwei Jahren wird geredet, passiert ist eigentlich: nichts! Es ist sehr zu bedauern, dass keine Lösung für einen Zusammenschluss Helmstedt und Wolfsburg ermöglicht worden ist. Eine eventuelle Fusion unseres Landkreises mit Wolfenbüttel sehe ich sehr kritisch und erwarte keine mehrheitsfähige Lösung. Nur auf die Entschuldung zu setzen, die im Übrigen zur Hälfte von uns Kommunen finanziert wird und eigentlich ja nur eine Umschuldung ist, halte ich für falsch und löst nicht die strukturellen Probleme. Die Einheitsgemeinde Velpke sollte unbedingt weiter angestrebt werden. Es ist doch unglaublich, dass unsere Bildungseinrichtungen, Grundschulen und Kitas unter sechs Trägerschaften laufen.

WAZ: Welche Visionen haben Sie? Wo sehen Sie die Samtgemeinde Velpke zum Beispiel in zehn Jahren?

Fricke: Ich bin da mehr Realist. Ich möchte mit Nachdruck immer wieder darauf hinweisen, dass wir eine starke Einheit im nördlichen Bereich des Landkreises Helmstedt sind. Wir sollten hier noch selbstbewusster auftreten und weiter daran arbeiten, dass wir eine kommunalpolitische Einheit für alle 16 Ortsteile werden. Zumindest mittelfristig wären wir als Einheit auch ohne Fusion mit Wolfsburg gut aufgestellt.

WAZ: Wie verbringen Sie den Jahreswechsel?

Fricke: Wir beabsichtigen mit Freunden eine Städtereise mit Musical-/Theaterbesuch. Geplant sind aber auch ein paar Sporteinheiten wie Joggen und Schwimmen

WAZ: Haben Sie ganz persönlich gute Vorsätze für das Jahr 2015?

Fricke: Nein, gute Vorsätze sollte man das ganze Jahr über haben. Zum Jahreswechsel habe ich immer nur einen Wunsch: Gesundheit für meine Familie und mich - und möglichst gutes Wetter an den Urlaubstagen.

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