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Ein Denkmal für die Muna?

Lehre Ein Denkmal für die Muna?

Lehre. Die Wählergemeinschaft Basisgruppe Leben (BL) fordert nach wie vor, für die Opfer des Nationalsozialismus in Lehre eine Gedenktafel an der Einfahrt der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt aufzustellen.

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Ein Denkmal für die Muna? Uwe Otte will auch direkt vor Ort an die Zwangsarbeiter in Lehre erinnern.

Quelle: Photowerk (bas)

Erstmalig hatte der damalige Ratsherr Uwe Otte den Antrag vor 30 Jahren gestellt.

„Ich habe diese Forderung in all den Jahren immer wieder erneuert“, betont Otte. Doch bis heute sei nichts passiert: „Es gibt zur Muna Lehre mit den dort vorhandenen Gebäuden und Bunkern keine Erinnerungskultur“, kritisiert Otte.

Recherchen der BL hatten ergeben, dass mindestens 18 sowjetische Kriegsgefangene die Zwangsarbeit in der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt (Muna) nicht überlebt haben. Ihre Namen und Teile ihrer Biografien sind bekannt, die ehemaligen Kriegsgefangenen liegen auf Friedhöfen in Lehre und Wolfenbüttel begraben.

Die Muna im Kampstüh war ein Bestandteil der NS-Rüstungspolitik, der Kriegsvorbereitung und -führung, auch Zwangsarbeiter wurden hier eingesetzt. „Gerade weil ein Teil der erhaltenen Räume inzwischen auch für die Jugendarbeit genutzt wird, ist ein solcher Schritt gegen das Vergessen unerlässlich“, findet Otte.

Die evangelische Kirchengemeinde war bereits aktiv geworden und hatte 1989 das Grab der neun sowjetischen Zwangsarbeiter auf dem Friedhof in Lehre neu gestaltet und eine Erinnerungstafel angebracht. „Zu den dunklen Flecken der Ortsgeschichte gehört es, dass der Ortsrat sich damals geweigert hat, sich an den Kosten zu beteiligen“, bedauert Otte. Das könnte man jetzt besser machen, denn: Die über 20 Jahre alte Gedenktafel müsste inzwischen restauriert werden.

kau

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