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Velpke/Lehre Eckart Schönduve deckt in Wahrstedt seine spannende Familiengeschichte auf
Wolfsburg Velpke/Lehre Eckart Schönduve deckt in Wahrstedt seine spannende Familiengeschichte auf
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00:23 26.05.2018
Grundstück mit Geschichte: Eckhart Schönduve (4. von re.) besuchte den Hof, den seine Vorfahren einst bewirtschaftet und freigekauft hatten. Heute wohnt dort die Familie von Klaus Ziemke (2. v.l.) – Bruno Hoffmann (links) hat Schönduve geholfen, das Grundstück und historische Dokumente aufzuspüren. Quelle: Foto: Britta Schulze
Wahrstedt

Seit dem Dreißigjährigen Krieg haben Eckart Schönduves Vorfahren in Wahrstedt gelebt, über 200 Jahre lang. Mit Hilfe eines Ahnenforschers spürte er ihren Schicksalen nach. Nun besuchte er mit seiner Familie die Stätten, an denen seine Vorfahren ein Leben aufbauten und einen hohen Preis für ihre Freiheit zahlten.

Angefangen hatte alles mit Steffen Schönduve, der in den 1640-er Jahren dorthin zog. „Ich nenne ihn ,Steffen den Helden’“, berichtet Eckart Schönduve, „weil er es gewagt hat, einen wüsten Hof nach dem Dreißigjährigen Krieg wieder aufzubauen.“ Auch in der St.-Petri-Kirche hat der 79-Jährige Spuren dieses Vorfahren gefunden: Steffen Schönduves Hochzeit mit einer Wahrstedterin ist der allererste Eintrag im Kirchenbuch. Damals sah die Kirche freilich noch anders aus: Ihr Turm wurde erst 1767 gebaut – ein paar Generationen nach Steffen Schönduve dürften dessen Nachfahren die Bauarbeiten also bestaunt haben.

Dorothea Rabas sollte die letzte Eigentümerin mit dem Geburtsnamen Schönduve sein

Doch die Landwirt-Familie musste auch einige Schwierigkeiten überstehen: 1836 kaufte sich Dorothea Rabas, geborene Schönduve, vom Frondienst frei. Ihre Unabhängigkeit musste sie mit 25 Jahresabgaben bezahlen. „In heutigem Geld sind das 11.000 Euro“, weiß ihr Nachfahre. „Aus heutiger Sicht eine große Schweinerei!“ Dorothea Rabas sollte die letzte Eigentümerin mit dem Geburtsnamen Schönduve sein: Sie starb 1850 – 14 Jahre, nachdem sie den Hof freigekauft hatte.

Heute wohnt Familie Ziemke auf dem Grundstück

Heute wohnt Familie Ziemke auf dem Grundstück, das sich noch innerhalb der gleichen Grenzen befindet wie vor 400 Jahren. „Damals lief der Hof unter der Versicherungsnummer ACC 2, Hausnummern gab es noch nicht“, erzählt Eckart Schönduve. Beim Stöbern in der Vergangenheit half ihm auch der Wahrstedter Bruno Hoffmann, den er über die Homepage des Ortes kontaktiert hatte. „Das war sehr hilfreich, er kennt sich gut aus“, findet Eckart Schönduve, der zum zweiten Mal aus seiner jetzigen Heimat Ingelheim am Rhein zu Besuch kam. „Alleine schafft man das ja gar nicht.“ Von Klaus Ziemke hat er übrigens erfahren, dass noch bis 1970 Nachkommen mit dem Namen Rabas auf dem Grundstück gewohnt haben. Kontakt aufgenommen hat er aber noch nicht: „Ich habe zusammen mit einem Genealogen in sieben Monaten 1100 Seiten Familiengeschichte zusammengetragen – jetzt möchte ich erst einmal Luft holen.“

Von Frederike Müller

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