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Der kleine Gabriel ruht jetzt in Frieden

Lehre-Wendhausen Der kleine Gabriel ruht jetzt in Frieden

Wendhausen. Unter großer Anteilnahme von Bürgern ist das bislang namenlose Baby aus dem Altkleidercontainer am Donnerstag auf dem Friedhof in Wendhausen beigesetzt worden. Zuvor hatte der kleine Junge noch einen Namen bekommen - auf seinem Grabstein wird Gabriel stehen.

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Beisetzung der Babyleiche in Wendhausen: Die Trauergäste ließen bunte Luftballons in den Himmel steigen.

Quelle: Sebastian Bisch

Trauergäste hatten den kleinen Sarg mit Kuscheltieren, Blumen, Kerzen und Luftballons liebevoll umrahmt.

Eine würdige Beisetzung hatten sich die Mitarbeiterinnen der diakonischen ambulanten psychiatrischen Pflege (DIAPP) für das Neugeborene gewünscht - das Baby war in dem Container direkt vor ihrer Zentrale gefunden worden. „Gabriel bedeutet übersetzt Gott ist mein Held“, erklärte DIAPP-Geschäftsführerin Birgit Brendes. „Und als kleiner Held sollst du in unseren Gedanken verankert bleiben.“

Pfarrer Thomas Capelle wusste, dass viele Menschen angesichts der Tragödie traurig, verstört und entrüstet seien - und sich fragten, warum Gott den Tod des kleinen Gabriel zugelassen habe, ebenso wie den Tod unzähliger Kinder durch Hunger oder Krieg. „Auch als Christen kennen wir die Antwort nicht“, bekannte er. Hoffnung möge man aus Gottes Wort schöpfen: „Lasst die Kinder zu mir kommen, ihnen gehört das Himmelreich.“ Er bat, auch für die Eltern des Babys zu beten und appellierte an sie: „Bitte melden Sie sich“ - durch Weglaufen könne man Schuld und Verzweiflung nicht entkommen.

Zur Gitarrenbegleitung durch Nicole Flock sangen die über 50 Trauergäste - darunter Vertreter der Feuerwehr und der Gemeinde sowie viele Mütter mit Kinderwagen - gemeinsam das Lied „Weißt du, wie viel Sternlein stehen“. Dann wurde der kleine Gabriel zur letzten Ruhe gebettet, während bunte Luftballons in den Himmel stiegen.

fra

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