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Deponie in Essenrode ohne Einfluss auf Hochwasser

Vortrag im Umweltausschuss Deponie in Essenrode ohne Einfluss auf Hochwasser

Die VW-Deponie in Essenrode, auf der rund 100.000 Kubikmeter Lackschlämme lagern, ist seit 1989 stillgelegt. Seitdem wird intensiv an der Sicherung und Stabilisierung der Stoffe gearbeitet. Jetzt steht der künftige Umgang mit Regenwasser auf der Oberfläche des fünf Hektar großen Areals an.

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Stillgelegte VW-Deponie in Essenrode: Dort sind im kommenden Jahr umfangreiche Arbeiten zur Ableitung von Regenwasser geplant.

Quelle: Volkswagen

Gemeinde Lehre. Die Ableitung des Oberflächenwassers vom Gelände der stillgelegten Deponie von Volkswagen in Essenrode war am Donnerstag das zentrale Thema im Umweltausschuss der Gemeinde Lehre. Kernaussage: Jenes Wasser wird künftig für keine Überschwemmungen in der Ortschaft sorgen.

Im kommenden Jahr soll die Oberfläche der fünf Hektar großen Anlage mit Tonschlacken und der anschließenden Verlegung von Kunststoffbahnen abgedichtet werden. „Darauf wird eine ein Meter hohe Rekultivierungsschicht entstehen“, erläuterte Diplom-Ingenieur Wolfgang Oltmanns. Diese wirke wie ein Speicher, so dass letztlich nur zwölf Prozent des gesamten Niederschlagswassers soll dann in einem noch zu bauenden Regenrückhaltebecken aufgefangen würden. „Das Wasser wird dann gedrosselt in die Edesbütteler Riede eingeleitet“, sagte VW-Projektleiter Hans-Günther Dymek. Aus dem 890 Kubikmeter fassenden Becken sollen pro Stunde maximal vier Kubikmeter Wasser herausfließen.

„Wichtig ist, dass daraus keine Probleme für Essenrode entstehen“, betonte Ausschussvorsitzender Jürgen Kirchmann (CDU). Die soll es gerade in Sachen Hochwasser auch nicht geben. Durch einen entsprechenden Höhenunterschied könne kein Wasser von der Edesbüttteler in die Essenroder Riede gelangen. Letztere war Ende Juli massiv über die Ufer getreten (WAZ berichtete mehrfach). Unklar ist derzeit, wie viele Lastwagen im Zuge der anstehenden Arbeiten durch Essenrode rollen werden. Ursprünglich geplant waren 70. „Wir versuchen diese Zahl zu reduzieren“, so Dymek.

Ein weiteres Thema war die Beleuchtung des Fuß- und Radweges zum Gewerbepark Flechtorf. Wegen lichtempfindlicher Arten im Fledermauskorridor zwischen Beienroder Holz und Eichen-Hainbuchen-Wäldern sollen laut Bauamtsleiter Marco Schulz, der sich auf ein Fachgutachten bezog, LED-Lampen mit niedriger Farbgebung verwendet werden.

Von Jörn Graue

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