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Dachsanierung am Kirchturm Lehre

Großes Gerüst und kein Geläut Dachsanierung am Kirchturm Lehre

15 Jahre lang sammelte die Kirchengemeinde in Lehre Spenden, jetzt kann der Kirchturm endlich saniert werden. Das geschieht ganz im Stillen: Die Glocken funktionieren während der Bauphase nicht.

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Eingerüstet: Das Dach des Kirchtums in Lehre wird saniert. Kirchenvorstandsvorsitzender Wolf-Dieter Hoppe, Pfarrer Jonas Stark und Architekt Peter Löhrer informierten über die Arbeiten.

Quelle: Sebastian Bisch

Lehre. Der Turm der evangelischen Kirche ist eingerüstet. In den kommenden Monaten erfolgt die längst fällige Dachsanierung. Für das 450.000 Euro teure Bauprojekt hat die Kirchengemeinde bereits seit 15 Jahren immer wieder Spenden unter ihren Mitgliedern gesammelt. Eine hörbare Einschränkung während der Bauphase: Die Glocken läuten nicht.

„Der hölzerne Kirchstuhl ist geschädigt“, sagt Architekt Peter Löhrer. Entsprechend setzen Zimmerer die tragenden Holzbalken und Dachsparren umfangreich instand. Die Dachziegel aus Ton sind bereits 90 Jahre alt und werden abgetragen. Ob diese weiter zu verwenden sind oder gegen neuere eingetauscht werden müssen, steht derzeit noch nicht fest. „Wichtig ist, dass die Ziegel das Gebäude schützen und Wasser ableiten“, erläutert Löhrer. Das sieht auch Kirchenvorstandsvorsitzender Wolf-Dieter Hoppe so: „Die Kirche darf ihre Optik nicht verlieren.“ Die Frage nach der künftigen Eindeckung ist heikel, in der Vergangenheit waren sogar schon vereinzelt Ziegel vom Dach gefallen. Klar ist allerdings, dass die Schieferelemente an den Turmseiten ausgetauscht werden.

Nach drei Jahren Planung geht es los

Bei Wolf-Dieter Hoppe und Pfarrer Jonas Stark überwiegt allerdings die Freude, dass es nach dreijähriger Planung jetzt endlich losgeht mit der Sanierung des 26 Meter hohen Kirchturms, der auch einen neuen Außenputz erhält. Dieser war an den übrigen Kirchenwänden bereits vor zehn Jahren erneuert worden und ist deutlich heller als am Turm.

Die Kosten für die umfangreichen Arbeiten, die bis zum kommenden Frühjahr dauern sollen, sind laut Architekt Löhrer mit 450.000 Euro veranschlagt. Davon übernimmt die Kirchengemeinde Lehre 80.000 Euro. Bedeutende Besonderheit: 40.000 Euro kamen an Spenden in den vergangenen 15 Jahren zusammen, die andere Hälfte sind Rücklagen der Kirche in Lehre. Immer wieder habe es laut Wolf-Dieter Hoppe und Jonas Stark Nachfragen gegeben, wann die Sanierung denn starte. Der Löwenanteil der Gesamtkosten kommt von der Landeskirche sowie aus EU-Mitteln.

Für die Sanierung mussten die bronzenen Kirchenglocken ihren angestammten Platz verlassen und lagern vorübergehend auf den Dachzwischendecken. Somit gibt es vorübergehend kein Geläut bei kirchlichen Anlässen. Eine örtliche Alternative ist laut Pfarrer Jonas Stark die Kirche in Brunsrode.

Von Jörn Graue

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