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Carola Kehlau ist Ortsbrandmeisterin in Bahrdorf

Ungewöhnlicher Posten für eine Frau Carola Kehlau ist Ortsbrandmeisterin in Bahrdorf

Noch immer gelten viele Freiwillige Feuerwehren als Männerdomäne. Das gilt auch für die Führung. Anders ist es in Bahrdorf. Dort leitet mit Carola Kehlau bereits im siebten Jahr eine Frau die Wehr als Chefin.

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Ein Job mit viel Verantwortung: Carola Kehlau ist seit 2010 Ortsbrandmeisterin der Freiwilligen Feuerwehr Bahrdorf.

Quelle: Roland Hermstein

Bahrdorf. Zwar finden längst auch Frauen den Weg in die Freiwilligen Feuerwehren. Dass der Chef dort eine Chefin ist, ist allerdings nach wie vor ungewöhnlich. Bereits seit 2010 ist Carola Kehlau Ortsbrandmeisterin in Bahrdorf.

Die 45-Jährige, die im Hauptberuf als Lehrerin an der Hauptschule in Rühen unterrichtet, sieht es ganz pragmatisch: „Ich wünsche mir noch mehr Aktive, egal ob männlich oder weiblich.“ Ohnehin sei bei der Feuerwehr die Arbeit im Team entscheidend. „Ohne meine Jungs und Mädels bin ich nichts“, stellt sie klar. 40 Einsatzkräfte, davon 6 Frauen und 34 Männer, hat die Bahrdorfer Wehr derzeit. Zu durchschnittlich 30 Einsätzen im Jahr rücken die Aktiven aus.

Als es 2010 einen neuen Ortsbrandmeister zu wählen gab, erhielt Carola Kehlau das Vertrauen der Mitglieder. Ein entscheidendes Kriterium: Sie hatte die erforderlichen Fachlehrgänge beispielsweise für Trupp- und Gruppenführer an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle, der einstigen Landesfeuerwehrschule, bereits erfolgreich absolviert. Zum anderen kennt die Oberbrandmeisterin die Aufgaben als Leiterin einer Feuerwehr aus der eigenen Familie: Kehlaus Ehemann Dieter war von 1989 bis 2004 Ortsbrandmeister in Bahrdorf.

„Ich möchte, dass es mit der Feuerwehr weitergeht“, nennt sie als Anspruch. Dazu gehört für sie insbesondere die Nachwuchsarbeit. Ein Mal pro Woche bietet sie zusammen mit Feuerwehrmitglied Sabine Ranwig eine Arbeitsgemeinschaft für Kinder aus allen Klassen der benachbarten Grundschule an.

Carola Kehlau macht keinen Hehl daraus, dass es auch Einsätze mit schlimmen Bildern, die richtig an die Nieren gehen, gebe. „Es ist wichtig, anschließend in der Gruppe darüber zu sprechen.“ Menschen in Notsituationen zu helfen, stehe für sie bei ihrem ehrenamtlichen Einsatz immer im Vordergrund. Dank einer Doppelmitgliedschaft in der Feuerwehr in Rühen rückt die engagierte Mutter einer elfjährigen Tochter zuweilen auch an ihrem Arbeitsort zu Einsätzen aus.

Von Jörn Graue

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