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Velpke/Lehre Bürgermeister Busch: „Lehre steht finanziell gut da“
Wolfsburg Velpke/Lehre Bürgermeister Busch: „Lehre steht finanziell gut da“
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12:00 31.12.2018
Seit gut zwei Jahren Bürgermeister der Gemeinde Lehre: Andreas Busch. Quelle: Archiv
Lehre

In der Gemeinde Lehre hat sich 2018 viel bewegt. Die WAZ sprach zum Jahreswechsel mit Bürgermeister Andreas Busch über Pläne für Kita-Plätze, steigenden Durchgangsverkehr und seine Erfahrungen nach zwei Jahren im Amt.

Was ist in 2018 in der Gemeinde erreicht worden, worauf sind Sie persönlich besonders stolz?

In so einem Jahresrückblick fallen einem viele wichtige Ereignisse ein. Für mich stechen drei heraus: Die Inbetriebnahme der Gemeindebuslinie 388, der Ehrenamtstag 2018 und die Eröffnung von 50 Kindergartenplätzen in Wendhausen und 30 Krippenplätzen in Essenrode. Letzteres eine absolute Glanzleistung von Politik und Beschäftigten der Gemeinde Lehre.

Die Schaffung von zusätzlichen Kita-Plätzen ist seit Jahren ein Dauerthema. Welche Planungen gibt es hier für das kommende Jahr?

Im August 2019 geht die neue Kita Lehre Zwo an den Start und bietet dann Plätze für 95 Kinder. Das sind Plätze, die wir dringend brauchen, da sich die Geburtszahlen von früher rund 100 Kindern pro Jahr langsam zwischen 100 und 150 Kindern pro Jahr einpendeln. Darüber hinaus laufen die Planungen für einen zweiten Waldkindergarten auf Hochtouren, diese Betreuungsart kommt nach der Eröffnung des Kindergartens im Essehofer Forst sehr gut an. Ich selbst konnte mich Mitte Dezember von der Arbeit dort überzeugen: Wie in allen weiteren Kitas in unserer Gemeinde habe ich auch dort einen Tag hospitiert und den Arbeitsalltag kennengelernt.

Der tägliche Durchgangsverkehr durch Teile der Gemeinde nimmt immer mehr zu. Manche Kritiker sprechen von „Verkehrsinfarkt“. Welche Lösungen sehen Sie? Was kann die Gemeinde Lehre tun?

Die acht Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister sowie das Verwaltungsleitungsteam und ich haben dazu eine Projektgruppe „Verkehr“ gegründet, die bereits einmal Ende November zusammengekommen ist. Ziel ist nun noch ein weiteres Treffen Mitte Januar 2019. Hier sollen alle markanten Punkte mit großem Verkehrsaufkommen aufgezeigt und Lösungen vorgeschlagen werden. Da der überwiegende Teil der betroffenen Straßen nicht in der Trägerschaft der Gemeinde Lehre liegt, soll das Ergebnis dieser Projektgruppe zusammengefasst an den Landkreis Helmstedt und den niedersächsischen Verkehrsminister Althusmann übergeben werden. Denn man muss außerhalb unserer Gemeindegrenzen erkennen, dass die Gemeinde Lehre zu einem Verkehrsknotenpunkt in der Region geworden ist.

Der erste Ehrenamtstag der Gemeinde Lehre im Herbst war ein großer Erfolg. Warum lohnt sich das persönliche Engagement für die Gemeinschaft?

Eine Gesellschaft ohne Ehrenamt ist für mich nach dem Ehrenamtstag 2018 noch schwerer vorstellbar. In Essenrode wurden Ende Oktober 2018 13 Menschen und eine Gruppe für jahrelanges freiwilliges Engagement geehrt. Und eine große Vielfalt an Ehrenamt gibt es in unseren acht Ortschaften. Sich freiwillig, unbezahlt und in der eigenen Freizeit für andere Menschen einzusetzen, das macht diese Helferinnen und Helfer ein ganzes Stück zufriedener. Das ist das, was ich in persönlichen Gespräche oft höre.

Sie sind jetzt etwas über zwei Jahre Gemeindebürgermeister in Lehre. Bitte fassen Sie ihre ganz persönliche Bilanz in wenigen Sätzen zusammen.

Lehre steht finanziell gut da und wagt sich wieder an dringend notwendige Investitionen heran. Dabei bleiben wir auf dem sogenannten „Lehrschen Weg“, wir werden also weiter unsere Finanzen streng im Blick behalten, uns weiter entschulden und trotzdem zukunftsweisende Projekte auf den Weg bringen. Ich persönlich freue mich sehr, dass die Gemeinde in der Region wieder Gehör findet. Man spricht mit uns und erkennt so langsam die besondere Lage der Gemeinde im Herzen der Region Braunschweig-Wolfsburg an.

Von unserer Redaktion

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