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Beienroder sehen, wie ihre Glocken gegossen werden

Beienrode Beienroder sehen, wie ihre Glocken gegossen werden

Beienrode. Die St.-Jürgen-Kirche in Beienrode bekommt eine neue Glocke. Im Rahmen einer Tagesfahrt konnten interessierte Gemeinde-Mitglieder jetzt dabei sein, als ihre neuen Glocken gegossen wurden - ein traditionsreicher Herstellungsprozess.

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Gelungene Fahrt: Interessierte Beienroder fuhren jetzt gemeinsam nach Gescher. Dort durften sie beobachten, wie die neuen Glocken für ihre Kirche gegossen werden.

Auf Einladung des Kirchenvorstands fuhr die Gruppe zur Glockengießerei Petit & Gebrüder Edelbrock in Gescher bei Coesfeld. Nach einer Einweisung in die Geschichte der Gießerei und die Historie der Kirchenglocken, deren Formen, Zier und Materialien sowie einer kleinen Klangkunde erklärten die Fachleute an Modellen den Fertigungsprozess. Dann ging es los: Die Gießer nahmen Bronzeproben und warfen Zink in den Ofen, um das Mischungsverhältnis von Kupfer und Zink zu optimieren, die flüssige Bronze kochte und brodelte. „Wenige Meter vom Schmelzofen entfernt sind die 1100 Grad im Ofen deutlich zu spüren“, so Uwe Leinert vom Kirchenvorstand. Mit langen Birkenstämmen rührten die Gießer die flüssige Masse noch einmal gut durch.

Die Zuschauer sangen zwei Loblieder, sprachen ein Gebet und beobachteten dann gespannt, wie die flüssige Bronze durch Rinnen im Erdreich verschwanden, wo die Gussformen lagen. Insgesamt werden so mit einem Mal neun Glocken gegossen - zwei von ihnen sollen im Oktober in Beienrode eingebaut werden. „Ein ergreifender und bewegter Moment“, so Leinert. Nach einem Glas Wasser gemeinsam mit den Gießern traten die Beienroder die Heimreise an - und freuen sich jetzt um so mehr auf ihre neue Glocken.

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