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Bau von Sozialwohnungen bleibt umstritten

Velpke Bau von Sozialwohnungen bleibt umstritten

Endgültig entschieden ist noch nichts. Dennoch befürchten einige Anwohner nahe der Schule in Velpke, dass sich durch die schiere Größe eines Neubaus von Sozialwohnungen die persönliche Lebensqualität verschlechtert.

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Skeptisch: Klaus Gritzke und weitere Anwohner halten das geplante Gebäude mit Sozialwohnungen hinter dem entstehenden Kindergarten in Velpke schlichtweg für zu groß.
 

Quelle: Britta Schulze

Velpke.  Der geplante Bau von Sozialwohnungen neben dem neu entstehenden Kindergarten in Velpke bleibt bei Anwohnern weiterhin umstritten. Diese haben während der öffentlichen Auslage des Bauplans eine Reihe von Argumenten eingebracht, die aus ihrer Sicht gegen das Projekt sprechen.

Das Gebäude mit insgesamt zehn Sozialwohnungen und einer Höhe von neun Metern soll zwei Stockwerke und ein Staffelgeschoss umfassen. Das hätte an der Stelle eine erdrückende Wirkung, so Klaus Gritzke. Dies macht er an den Höhen der benachbarten Gebäude fest. So bestehe zwischen der neun Meter hohen Turnhalle und dem neuen etwa sechs Meter hohen Kindergarten ein gelungener Übergang. Anders ist dies aus Sicht des Anwohners beim Verhältnis zwischen der einstöckigen Schule mit Satteldach und dem geplanten Neubau.

Wertverlust durch Bauprojekt?

Er geht davon aus, dass das Grundstück seines Hauses bei einer Realisierung des Vorhabens an Wert verliert. Außerdem würde der Bau der Freifläche am neuen Kindergarten die Sonne nehmen. „Die Hartnäckigkeit der Politik, an diesem Standort festzuhalten, verstehe ich nicht“, so Klaus Gritzke. Mitte November hatte der zuständige Bauausschuss mehrheitlich für das Projekt der Kreis-Wohnungsbaugesellschaft Helmstedt votiert (WAZ berichtete).

Aus Sicht der Anwohner ließe sich das Projekt auch durchaus östlich des Seniorenzentrums realisieren. „Das ist eine Entfernung von gerade einmal 400 Metern zu dem geplanten Standort“, so Klaus Gritzke.

Ziel müsse es jetzt sein, die Politik von einem anderen Standort zu überzeugen, sagt Anwohner Gritzke und betont, dass er mit dem Bau von Sozialwohnungen an sich völlig einverstanden sei, jedoch nicht mit der Größe des Gebäudes. „Wenn der Rat den Bebauungsplan erst beschlossen hat, haben wir keine Chance mehr.“

Von Jörn Graue

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