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Babyleiche im Container: Die Ermittlungen ruhen

Wendhausen Babyleiche im Container: Die Ermittlungen ruhen

Es gab viele drängende Fragen, beantwortet werden konnten sie bis heute nicht: Vor gut einem Jahr wurde in einem Altkleidercontainer in Wendhausen eine Babyleiche gefunden. Die Ermittlungen wurden nie eingestellt, sie ruhen aber; neue Hinweise gibt es nicht.

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Spuren ausermittelt: Auch das Handtuch, in die Babyleiche im Container eingewickelt war, brachte keine Erkenntnis.

Quelle: Hermstein

Wendhausen. Gut ein Jahr ist vergangen nach dem grausigen Fund einer Babyleiche in einem Altkleidercontainer in Wendhausen. Hat die Polizei das Verfahren mittlerweile eingestellt, werden die offenen Fragen nie geklärt werden? Keineswegs, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus: „Die Ermittlungen ruhen zwar, können aber jederzeit wieder aufgenommen werden.“

Im September letzten Jahres hatte ein Lastwagenfahrer den grausigen Fund gemacht: In einem Altkleidercontainer auf der Hauptstraße in Wendhausen bei Lehre lag die Leiche eines neugeborenen Säuglings, eingewickelt in ein Baumwollhandtuch. Die Wolfsburger Polizei setzte eine Mordkommission ein, die Ermittlungen aber gestalteten sich von Anfang an schwierig. Auf die drängendsten Fragen gab es keine Antworten: Wer ist die leibliche Mutter des toten Säuglings? Lebte das Baby noch, als es in den Container gelegt wurde? Bis heute ist die definitive Todesursache ungeklärt, ebenso wie fast alle drängenden Fragen in dem Fall.

„Sämtliche Spuren wurden ausermittelt, sämtlichen Hinweisen wurde nachgegangen“, sagt Polizeisprecher Claus – ohne konkrete Erkenntnisse. Der Fall gilt weiterhin als offen, die Ermittlungen ruhen – sie können aber, wie bei jedem Tötungsdelikt, jederzeit wieder aufgenommen werden; falls sich neue Anhaltspunkte ergeben.

Das tote Baby war vor einem Jahr unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Friedhof beigesetzt worden. Zuvor war das bis dahin namenlose Kind auf den Namen Gabriel getauft worden, was, frei übersetzt, so viel heißt wie „Held Gottes“.

Von Ulrich Franke

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