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Aziza Al-Radami unterstützt Flüchtlinge

Neue Mitarbeiterin im Velpker Rathaus Aziza Al-Radami unterstützt Flüchtlinge

Licht und Schatten liegen oftmals dicht beieinander. Seit wenigen Wochen gibt es eine neue Flüchtlingsbetreuerin im Rathaus in Velpke. Die Stelle hat die Samtgemeinde geschaffen. Zugleich gibt es aus Sicht der Samtgemeinde deutlich zu wenig Geld vom Landkreis für die Betreuung von Flüchtlingen, so dass es zu einer Klage kommen könnte.

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Verstärkung für die Flüchtlingsarbeit: Aziza Al-Radami (M.) ist neue Flüchtlingsbetreuerin in der Samtgemeinde Velpke. Künftig ist zu dem Thema ein enger Austausch mit Margrit Niemann vom DRK Grasleben geplant.

Quelle: Boris Baschin

Samtgemeinde Velpke. Sie kommt ursprünglich aus dem Jemen und spricht Arabisch und Amharisch. Seit Mitte Juli ist Aziza Al-Radami neue Flüchtlingsbetreuerin in der Samtgemeinde Velpke und hilft beim Übersetzen von Schriftstücken und bei Behördengängen. Mit Blick auf die Finanzierung von Sozialleistungen für Flüchtlinge sieht sich die Samtgemeinde unzureichend vom Landkreis Helmstedt ausgestattet und erwägt mit weiteren Gemeinden eine Klage vor Gericht.

Die 39-jährige Aziza Al-Radami sucht den Kontakt zu Flüchtlingen in der Samtgemeinde Velpke unter anderem über die Kindergärten und Schulen. „Ich unterstütze die Menschen zum Beispiel im Umgang mit Behörden“, berichtet die ausgebildete Psychologin. Besonders gefragt sind ihre Sprachkenntnisse. Es sei ihr wichtig, da zu sein und zu helfen. Persönlich erreichbar ist sie wochentags im Rathaus Velpke.

Von den 138 Flüchtlingen, die derzeit in der Samtgemeinde leben, sind 57 mit diesem Status registriert, 81 sind bereits anerkannt und geduldet. „Wir wissen nicht, was auf uns zukommt“, sagt Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke (parteilos) mit Blick auf mögliche Zuweisungen von weiteren Menschen. Die von der Samtgemeinde geschaffene Stelle von Aziza Al-Radami ist daher für ein Jahr befristet. Beim Thema Flüchtlingsbetreuung möchten die Velpker sich künftig auch mit Grasleben austauschen. Dort hat das DRK unter Federführung von Margrit Niemann diese Aufgabe übernommen. In Velpke wird Carolin Ohse von der Diakonie Helmstedt auch weiterhin für Integrationsberatung zuständig sein.

Alles andere als zufrieden sind Fricke und Kollege Gero Janze aus der Nachbarkommune bei der Finanzierung von Sozialleistungen für Flüchtlinge durch den Landkreis Helmstedt. Bislang erhält die Samtgemeinde Velpke 1100 Euro im Jahr pro Flüchtling. Dem stehen jährliche Ausgaben von 2300 Euro gegenüber. Sollte es mit dem Landkreis zu keinem Kompromiss kommen, ziehen Fricke und Janze zusammen mit weiteren Verwaltungschefs eine Klage in Betracht.

Von Jörn Graue

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