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Autobahn-Unfälle können Retter belasten

Wendhausen Autobahn-Unfälle können Retter belasten

Wendhausen. Sie sind da, wenn andere Hilfe brauchen. Die 36 Frauen und Männer aus der Feuerwehr Wendhausen haben es bei ihren Einsätzen häufig mit Verkehrsunfällen zu tun. Das hat vor allem mit der Nähe zu den Autobahnen 2 und 39 zu tun...

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Hilfe in Notsituationen: Die Feuerwehr Wendhausen rückt häufig zu Unfällen auch auf die Autobahnen 2 und 39 aus.

Quelle: Foto: Sebastian Bisch

„Dann rücken wir immer im Rüstzug der Gemeinde Lehre zusammen mit den Wehren aus Flechtorf und Lehre aus“, erklärt Ortsbrandmeister Christian Gerike. Durch die unmittelbare Nähe zu den stark befahrenen Autobahnen 2 und 39 erleben die Einsatzkräfte immer wieder Ernstfälle, die an die Nieren gehen. Gerade einmal vier Wochen ist es her, als in Höhe des Rastplatzes Essehof zwei Lastwagen aufeinander gefahren waren. „Ein Fahrer war in seinem Führerhaus eingeklemmt und konnte nur durch die Beifahrerseite befreit werden“, schildert der stellvertretende Ortsbrandmeister Sascha Rosilius die Situation. Dann arbeiten die Freiwilligen mit Schere und Spreizer und sehen mitunter Bilder, die niemand gerne sieht.

„Darauf kann man Menschen im Grunde nicht vorbereiten“, sagt Gerike. Wichtig sei, dass die Ehrenamtlichen im Nachgang über das Erlebte sprechen würden. Auch ein Notfallseelsorger könne bei Bedarf hinzugezogen werden. Für den Umgang mit schwierigen Einsatzsituationen gibt es kein Patentrezept: „Man reagiert jedes Mal anders“, sagt Gruppenführer Manuel Blumenberg.

Vor allem auf den Autobahnen bekommen es die Freiwilligen noch mit etwas ganz anderem zu tun: dem Unverständnis und teils sogar Beleidigungen von Autofahrern, die oftmals nicht die gesetzlich vorgeschriebene Rettungsgasse bilden. Im Schnitt rücken die Wendhauser laut Wehrchef Gerike zu etwa 15 bis 20 Unfällen im Jahr aus.

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