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Asylbewerberheim statt Fußball-Karriere

Lehre Asylbewerberheim statt Fußball-Karriere

Lehre . Koné Akouate stammt von der Elfenbeinküste. Eigentlich hätte er heute Profi-Fußballer in der Türkei sein sollen, doch es kam alles anders - das Asylheim in Lehre ist für ihn zumindest vorerst das Ende einer langen Odyssee.

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Wollte Profi-Fußballer werden: Koné von der Elfenbeinküste. Inzwischen lebt er in Lehre im Flüchtlingsheim, wo ihn der Verein „Willkommen in Lehre“ um Barbara Hennig unterstützt.

Quelle: Sebastian Bisch

In seiner Heimatstadt Grand-Bassam spielte Koné Akouate oft Fußball auf der Straße. „Im Verein konnte ich nicht spielen. In meiner Heimat muss man dafür viel Geld bezahlen, und ich stamme aus einer armen Familie“, erklärt der 21-Jährige. 2012 entdeckte ein Fußball-Manager aus Istanbul Akouates Talent. Im darauffolgenden Jahr flogen beide zusammen in die Türkei, wo ihm der Manager eine Karriere als Profi-Fußballer versprach. Dazu sollte es nicht kommen: Bei einem türkischen Verein kam Akouate nicht unter, dafür machte ihm der Manager amouröse Angebote. Der enttäuschte Afrikaner begab sich daraufhin auf eine lange Odyssee, denn in seine von Krieg gebeutelte Heimat zurück wollte er nicht mehr.

Über Griechenland, Mazedonien, Serbien, Ungarn und Österreich kam er schließlich nach Deutschland. Seit zwei Monaten wohnt er im Asylbewerberheim Lehre. Barbara Hennig vom Verein „Willkommen in Lehre“ bringt ihm mittlerweile Deutsch und Englisch bei, denn Akouate sprach bis dahin nur Französisch. „Er lernt schnell und ist wissbegierig“, lobt Hennig. Auch Weihnachten verbrachte er in Lehre, besuchte die Feier im Gemeindehaus. „Ich bin zwar Moslem, aber ich komme trotzdem gerne dorthin“, sagt der Afrikaner lächelnd. Sein Wunsch: „Ich hätte gerne die Chance, in einem deutschen Fußballverein zu spielen. Aber das ist leider nicht einfach.“

dn

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