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e-Golf als echte Alternative? Viele Autofahrer skeptisch

Der große e-Autotest e-Golf als echte Alternative? Viele Autofahrer skeptisch

Der große e-Autotest von WAZ, AZ und PAZ geht in die nächste Runde. Eine Woche lang testet die Studentin Theresa Bäcker (19) den nagelneuen e-Golf. Am Mittwoch ging es allerdings ausnahmsweise mal nicht um ihre Meinung, sondern um die Meinung von Familie, Freunden und Passanten. Ein Advertorial.

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Gespräche mit Passanten: e-Golf-Testerin Theresa Bäcker (l.) erklärt Dorit Derksen die Funktionsweise des Elektromotors.

Quelle: Roland Hermstein

Die Aufgabe

Theresa Bäcker sollte Freunde, Familie und Passanten nach ihrer Meinung zum e-Golf fragen. Würden sie sich ein Elektro-Auto kaufen? Die Antworten fielen sehr unterschiedlich aus.

Der Test

Die Testerin holte schon im Vorfeld eine Freundin (sie möchte nicht namentlich genannt werden) mit dem e-Auto ab und wartete auf die Reaktion. „Sie war begeistert“, berichtet die Studentin. Leise, dynamisch, modern - der Wagen traf den Nerv ihrer Freundin.

Theresa Bäcker im großen E-Autotest für WAZ/AZ/PAZ: Diesmal geht es um Reaktionen von Passanten.

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Auch Theresas Vater Thomas Bäcker findet lobende Worte für den Testwagen: „Prinzipiell eine gute Sache.“ Alltagstauglich „im Prinzip“ wie ein normaler Golf. „Aber es bleibt das Problem der geringen Reichweite. Denn für mich bedeutet ein Auto Freiheit. Und mit einem Elektrofahrzeug habe ich eine eingeschränkte Freiheit.“ Aber zum Nachdenken regt ihn der e-Golf trotzdem an: „Er bräuchte Solarzellen auf dem Dach. Oder ich müsste die Solarzellen auf dem Hausdach in die Autobatterie einspeisen können. Das wäre interessant...“

Theresa Bäcker fährt mit dem e-Golf zum Velpker Einkaufszentrum und unterhält sich mit Passanten. Etwa mit Michael Marmarowsky (Klein Twülpstedt). „Für Berufspendler ist das e-Auto eine Alternative.“ Für ihn selbst nicht: „Ich will auf längeren Strecken keine längeren Pausen einplanen müssen.“ Auch das Schnellladen sieht er skeptisch: „Das schadet doch der Lebensdauer der Batterie. Ich habe ein Pedelec - da wurde mir ganz deutlich gesagt: kein Powercharging der Batterie.“ Theresa Bäcker kann ihn beruhigen: „Um das zu verhindern, lädt der neue e-Golf die ersten 80 Prozent der Batterie schnell, die nächsten 20 Prozent deutlich langsamer.“ Laut VW schade Schnellladung dem Akku nicht.

Über ein e-Auto nachgedacht hat Dorit Derksen (Rickensdorf) schon oft: „Es wäre vernünftig für die Umwelt“, sagt sie. „Aber der Anschaffungspreis ist zu hoch und die Reichweite zu gering.“ Und noch etwas bereitet ihr Sorgen: „Wie reagieren Fußgänger? Den e-Golf hören sie ja nicht. Soll ich andauernd hupen?“ Theresa Bäcker schmunzelt: „Motorsound kann man ja künstlich generieren...“

Auch Sabine Schröder (Bahrdorf) ist nicht zu überzeugen: „Ich habe einfach keine Zeit, mir ständig Gedanken zu machen. Wie viel Reichweite habe ich noch? Wo kann ich laden. Und was ist im Winter? Muss ich dann alle Stromverbraucher wie die Sitzheizung ausschalten, um genug Reichweite zu haben?“ Ihre Tochter Siv Schröder macht gerade den Führerschein und sieht es ähnlich: „Ich möchte erstmal ein normales Auto fahren...“ Aber für die Zukunft seien e-Autos sicher interessant.

Das Fazit

Für viele Autofahrer sind e-Autos (noch) keine Alternative zu herkömmlichen Wagen. „Die Argumente der Skeptiker verstehe ich“, sagt Theresa Bäcker. „In Wolfsburg würde ich mir als e-Autobesitzer keine Sorgen machen. Aber was, wenn ich mal längere Strecken fahre und keine freie Ladestation finde?“

Von Carsten Bischof

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