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Zukunftstag: Viele, viele Schüler schnupperten in den Berufsalltag

Wolfsburg Zukunftstag: Viele, viele Schüler schnupperten in den Berufsalltag

Zahlreiche Schüler schnupperten gestern Berufsalltagsluft. Mädchen schauten sich beim Zukunftstag in typischen Männerberufen um, Jungen in typischen Frauenjobs.

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Großes Interesse: 600 Schülerinnen informierten sich bei Volkswagen über gewerblich-technische Berufe.

Denn es gibt Nachholbedarf: Bei der Berufsfeuerwehr gibt es zum Beispiel zurzeit nur drei Frauen. „Unter 300 Bewerbern sind 15 Frauen“, sagt Sprecher Marco Nicolai. Um den Beruf näherzubringen,  waren fünf Stationen aufgebaut: Die 28 jungen Leute ließen sich Geräte im Rettungswagen erklären, schauten sich die Atemschutzgeräte-Werkstatt an oder schossen Pilonen mit Wasser ab.

Interessant war es auch bei der Polizei:  Schüler ließen sich Laserpistole, die Merkmale von Falschgeld und Einsatzmöglichkeiten des Polizeihundes erklären. Und sie durften sogar einen  Blick in die Zellen werfen. Der Aufenthalt dort ist nicht kostenlos, so Sprecher Thomas Figge : „Danach gibt es eine Rechnung von 100 bis 120 Euro.“

Bei der Wolfsburger Abfallwirtschaft (WAS) sind Frauen noch Seltenheit. „Wir warten immer noch auf die erste Bewerbung einer Schülerin, die eine Kehrmaschine oder ein Müllfahrzeug fahren möchte“, so Leiter Dr. Herbert Engel. Am Zukunftstag kamen aber einige Mädchen. Auch Badeland, Deutsche BKK und Volkswagen Immobilien (VWI) luden dazu ein. Bei VWI stand   ein Besuch im VWI-Hotel Global Inn auf dem Programm. Denn das Unternehmen bildet auch Hotelfachleute aus. 

Im Amtsgericht nahmen Jugendliche Tuchfühlung zu den Verbrechern auf. Neben Wachtmeisterei, Verwaltung und Gerichtsverhandlung besuchten sie den Zellentrakt – während nebenan gerade ein inhaftierter Straftäter auf sein Urteil wartete.

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Unterwegs beim Zukunftstag: Schüler waren im Amtsgericht.

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Autobauer sucht Frau: Girl‘s Day bei VW mit 600 Schülerinnen

119 Auszubildende und junge Facharbeiterinnen von Volkswagen begrüßten gestern am Girls‘ Day 600 Schülerinnen im Werk Wolfsburg. Sie informierten sich über acht gewerblich-technische Ausbildungen, darunter Mechatronikerin, Elektronikerin und Industriemechanikerin.

Der Girls’ Day ging über zwei Schichten. Die Frühschicht begann um 7.30 Uhr und endete um 11.30 Uhr. Die Spätschicht dauerte von 11.30 bis 15.30 Uhr. Eine Werktour mit der Panorama-Bahn rundete den Schnuppertag ab. Erstmals konnten Schülerinnen die Pilothalle und das Lean Center besuchen.

„Unser Ziel ist, den Frauenanteil in gewerblich-technischen Berufen weiter zu steigern“, erklärte Elke Heitmüller, Leiterin der Frauenförderung. Gabriele Trittel, Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses des Betriebsrats, betonte, dass technische Berufe keine Männerdomäne mehr sind. „Frauen erhalten bei Volkswagen dieselben Chancen wie ihre Kollegen, dafür setzen wir uns ein.“ Die angehende Mechatronikerin Doreen Napierski (19) betonte: „Das Interesse der Mädchen war riesig.“

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Blick in die Werkstatt

Von einer ganz anderen Seite lernten gestern 20 Schüler das Phaeno kennen – sie erfuhren viel über die Berufe dort. Gastronomie, Kommunikation und auch die Werkstatt, die sonst kein Besucher sieht, standen auf dem Plan. „Die Schüler sollen sehen, was hier abläuft“, erklärt Sprecherin Andrea Behrens. Diese Innenansicht gefiel Ceylan Alkan (12): „Das ist mal etwas anderes als zu experimentieren.“ 

40 Mädchen und Jungen verbrachten den Zukunftstag im Klinikum. EDV, Küche, Pflegeschule, Notfallaufnahme, sogar einen Arm konnten sie sich eingipsen lassen. Ganz wichtig dabei, erklärte Dr. Bernadett Erdmann: „Abschließend muss sich der Arzt den eingegipsten Arm noch einmal anschauen.“ 

Auch in der Gemeinde Lehre schnupperten Mädchen und Jungs in die Berufswelt hinein. Jungen konnten sich in Altenheim „Haus Wartburg“ und Kita umsehen, Mädchen gingen in den Bauhof. Sie waren bei Arbeiten wie Baum- und Spielplatzkontrolle im Einsatz.

Auch die WAZ machte beim Zukunftstag mit: Merle Paetsch (13) und Giuseppe Pisasale (12) waren als Fotografen unterwegs.

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