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Zu viel Alkohol: Immer mehr Jugendliche landen im Klinikum

Besorgniserregende Zahlen Zu viel Alkohol: Immer mehr Jugendliche landen im Klinikum

Exzessiver Alkoholkonsum unter Jugendlichen ist weiterhin ein ernstes Thema. Das belegen Zahlen des Wolfsburger Klinikums.

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Schlechte Nachricht: In Wolfsburg wurden 41 Jugendliche nach Alkoholkonsum ins Klinikum eingeliefert.
 

Quelle: Archiv

Wolfsburg.  Das ist keine gute Nachricht für Wolfsburg: Jugendliche trinken nach wie vor viel Alkohol – so viel, dass sie im Klinikum landen. Tendenz steigend. Im vergangenen Jahr waren es 41, im Jahr davor 20 und 2015 waren es 18. Sieben junge Wolfsburger hatten 2016 sogar so tüchtig gebechert, dass sie wegen einer Alkoholvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Die Zahl der großen Härtefälle ist zwar zuletzt leicht gesunken, aber: Junge Leute trinken immer noch gern – nur nicht mehr so viel, dass der Rettungswagen kommen muss. Eine gefährliche Entwicklung, sagt Thomas Helmke, Pressereferent des Wolfsburger Klinikums: „Der übermäßige Alkoholkonsum ist eine erhebliche gesundheitliche Gefährdung der heranwachsenden Patienten“, so Helmke.

Das Alter der betroffenen Patienten lag im letzten Jahr zwischen 13 und 18 Jahren. Sie wurden meistens in der Nacht von Freitag zu Samstag ins Klinikum eingewiesen – eine beliebte Partyzeit. „In der Kinderklinik werden diese Patienten überwacht, denn es besteht die Gefahr von Unterkühlung, Unterzuckerung, Kreislauf-Versagen, Sturzverletzungen oder Atemwegsproblemen durch Erbrechen“, erklärt Thomas Helmke den Ablauf der Behandlung.

Auch die Suchtberatungsstelle der Diakonie kann keine Entwarnung geben: Sie könne zwar den Trend bestätigen dass nicht mehr so viele Jugendliche mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus kommen und das berüchtigte Komasaufen rückläufig sei. Aber das bedeute nicht, dass junge Leute weniger trinken. “Lediglich das Trinkverhalten hat sich geändert“, so Bettina Enßlen, Pressesprecherin der Diakonie.

Jugendliche greifen zwar nicht mehr so häufig zu harten Sachen wie Schnaps – und es werde nicht mehr so viel getrunken, dass der Rettungswagen kommen muss. Alkohol sei aber immer noch sehr beliebt in der Altersgruppe unter 18 Jahren.

Von der Readaktion

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