Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Ziel: Einbrecher schnappen – schon vor der Tat

Software zur Vorhersage künftiger Straftaten auch für Wolfsburger Polizei Ziel: Einbrecher schnappen – schon vor der Tat

Kann die Wolfsburger Polizei demnächst Einbrecher vor der Tat festnehmen, weil sie weiß, wo und wann sie vermutlich zuschlagen werden? Klingt nach Science Fiction, ist es aber nicht. Das Land überlegt an der Einführung eines „Predectiv Policing“-Systems zur Verbrechens-Vorhersage. „Und das würde die Polizeiinspektion begrüßen“, sagt Sprecher Sven-Marco Claus.

Voriger Artikel
Künstler zeigt Puzzleteile aus dem Kopf
Nächster Artikel
Berufsfeuerwehr: Sieben Einsätze pro Tag

Prognosesoftware „Precobs“: Kann die Polizei so künftig Einbrüche vorhersehen?

Wolfsburg. „Precob“-Systeme sind komplexe Computerprogramme, im Mittelpunkt steht der „Near-Repeat“-Ansatz: Er besagt, dass in räumlicher und zeitlicher Nähe einer Ausgangstat die Wahrscheinlichkeit auf eine Folgetat statistisch signifikant erhöht ist – Trefferwahrscheinlichkeit angeblich bis zu 70 Prozent. Dort könnte die Polizei dann gezielt verstärkt Streife fahren.

Manche Bundesländer arbeiten, zumindest probeweise, bereits mit solchen Systemen. Nicht zuletzt, weil die Einbruchzahlen zuletzt bundesweit um zehn Prozent angestiegen waren. In Wolfsburg schnellten die Fallzahlen innerhalb eines Jahres sogar um 50 Prozent nach oben. Die Inspektion hat das Problem als solches erkannt und geht mit einem Maßnahmenbündel dagegen vor – Streifen, Sensibilisierung der Bürger, Kontrollen verdächtiger Fahrzeuge. „Wir könnten uns gut vorstellen, auch an einem solchen möglichen Projekt mitzuwirken“, sagt Claus.

Ganz so weit sei es aber noch nicht, sagt Svenja Mischel als Sprecherin des zuständigen Innenministeriums: „Aktuell wird die Einführung einer derartigen Software intensiv geprüft“ – dies könne eine „sinnvolle Ergänzung“ der bisherigen polizeilichen Maßnahmen darstellen. Ein möglicher Einsatz würde sich „sicherlich an den Belastungszahlen der jeweiligen Stadt oder Region ausrichten“ – die Wolfsburger Belastung ist weit überdurchschnittlich.

fra

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg

Hier lesen Sie die Sonderveröffentlichungen von AZ und WAZ zu vielen interessanten Themen. mehr

Borth im Radio - der wöchentliche Talk mit WAZ-Chefredakteur Dirk Borth auf radio21

Dirk Borth, der Chefredakteur der Wolfsburger Allgemeinen ist jetzt jeden Freitag um 16.30 Uhr bei Radio21 zu hören. "Borth im Radio" - aktuelle Kommentare aus der Region. mehr

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr

Wolfsburg: Spektakulärer Sonnenuntergang