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Zehn Stunden im Wrack: Film-Dreh mit Retter

Wolfsburg Zehn Stunden im Wrack: Film-Dreh mit Retter

Schwer verletzt lag Björn Barney (30) nach einem Unfall auf der A 39 zehn Stunden lang im Auto. Erst dann entdeckte Karsten Paland (49) zufällig das Autowrack, das im Wald gelandet war. Gestern drehte ein Team von der Produktionsfirma „Kamera 2“ für ARD und ZDF einen TV-Beitrag über die beiden.

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Dreh im Klinikum: Ein TV-Team filmte gestern Unfall-Opfer Björn Barney (2.v.l.) und seinen Retter Karsten Paland (l.).

Quelle: Manfred Hensel

Passiert war der Unfall am Abend des 16. Februar auf eisglatter Fahrbahn bei Flechtorf. Erst am nächsten Morgen bemerkte Karsten Paland das Autowrack: „Ich stand auf der A39 im Stau und habe auf der anderen Seite im Wald den Wagen gesehen.“ Erst habe er sich gewundert, warum niemand das Autowrack weggeräumt hatte. „Die Sache ließ mir keine Ruhe“, so Paland.

Also wendete er - und entdeckte das Unfallopfer, das die Nacht mit inneren Verletzungen bei eisiger Kälte im demolierten Auto verbracht hatte. Hilfe rufen konnte Barney nicht: Er fand sein Handy nicht. Bei dem Unfall war das Auto ausgerechnet hinter einem Wildzaun gelandet; der verletzte und unterkühlte Barney schaffte es nicht, dieses Hindernis zu überwinden, um auf sich aufmerksam zu machen. Björn Barney gab die Hoffnung aber nie auf: „Die zehn Stunden waren wirklich sehr, sehr lang, aber ich habe die ganze Zeit gehofft, dass mich bei Tagesanbruch jemand entdeckt.“

Das Filmteam, Redakteurin Jennifer Kopka und Kameramann Eduard Heizmann, interviewte gestern auch Chefarzt Dr. Wolfgang Klein aus dem Wolfsburger Klinikum. Der betonte, dass die Geschichte ohne den Einsatz von Paland weitaus schlimmer hätte ausgehen können. Wann der Beitrag auf ARD oder ZDF zu sehen ist, stand gestern noch nicht fest.

kau

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