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Zahlen sprunghaft gestiegen: 3482 Wolfsburger ohne Job

Wolfsburg Zahlen sprunghaft gestiegen: 3482 Wolfsburger ohne Job

Wolfsburg. Die Arbeitslosenzahlen sind in Wolfsburg im Juli sprunghaft gestiegen. 3482 Männer und Frauen hatten keinen Job – 340 oder 10,8 Prozent mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,2 Prozent; im Juni hatte sie noch bei 4,7, im Vorjahresmonat bei 4,8 Prozent gelegen. Aber: Für den Anstieg gibt es gute Gründe.

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Sprunghafter Anstieg der Arbeitslosen: Die Quote lag im Juli bei 5,2 Prozent. Im Vormonat hatte sie noch bei 4,7 Prozent gelegen, im Juni des Vorjahres bei 4,8 Prozent.

Quelle: Archiv

Und die liegen darin, dass die Arbeitsagentur Flüchtlinge erstmals ganz gezielt in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt holt (siehe Text unten).

Davon abgesehen, sagt Gerald Witt als Leiter der Helmstedter Arbeitsagentur, sei auch der rein saisonal bedingte Anstieg keine Überraschung: „Damit haben wir gerechnet.“ Viele Jugendliche suchten nach dem Ende der Schulzeit eine Arbeit, um die Zeit bis zum Studienbeginn zu überbrücken. Aber auch Ausbildungs-Absolventen drängten auf den Arbeitsmarkt. Zwar seien Fachkräfte nach wie vor heiß begehrt, nicht jeder Betrieb aber könne seine Absolventen auch übernehmen: „Wir sind uns aber sicher, dass wir die gut ausgebildeten Fachkräfte schnell in den Arbeitsmarkt integrieren können.“

Zur Statistik: Von den 3482 Arbeitslosen waren 55 Prozent Männer. 12,5 Prozent waren unter 25 Jahren, hier gab es mit 56,5 Prozent auf den höchsten Zuwachs im Vergleich zum Juni. Größte Gruppe bei den Arbeitslosen waren die Ausländer (34,6 Prozent), dahinter liegen Langzeitarbeitslose (29,5 Prozent) und ältere Arbeitslose über 50 Jahren (26,5 Prozent).

Flüchtlinge in Arbeitsmarkt integrieren

Der sprunghafte Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Wolfsburg ist zum großen Teil Ergebnis einer gezielten Kampagne. Erstmals hat die Arbeitsagentur Flüchtlinge und Migranten verstärkt in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt geholt – Ziel ist Integration

„Gemeinsam mit der Stadt Wolfsburg wollen wir Flüchtlinge aus den reinen Integrationsmaßnahmen in den Arbeitsmarkt holen“, sagt Wiebke Saalfrank, Sprecherin der Arbeitsagentur. Das Ziel: Flüchtlinge sollen so schnell wie möglich in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integriert werden. „Und dafür wollen wir so schnell wie möglich mit ihnen zusammenarbeiten“, sagt Wiebke Saalfrank. Das bereits dann, wenn Migranten beispielsweise noch in Sprachkursen steckten, um sie anschließend möglichst schnell vermitteln zu können.

Das macht sich in den Zahlen bemerkbar. In der nackten Statistik stieg die Arbeitslosenzahl im Juli um 340, ein Anstieg um satte 10,8 Prozent im Vergleich zum Juni. Aber: Allein die Zahl der noch im Asylverfahren befindlichen Migranten, die zahlenmäßig erfasst werden, stieg von nur acht auf 245 – der Löwenanteil des Gesamtanstiegs.

Und warum sind die Arbeitslosenzahlen in Wolfsburg viel stärker angewachsen als in Gifhorn und Helmstedt, wo ja viele Asylbewerber aufgenommen wurden? Saalfrank: „Wir haben mit unserem Programm aus organisatorischen Gründen in Wolfsburg begonnen. Gifhorn und Helmstedt werden nun noch folgen.“

fra

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