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Zahl der Kirchenaustritte steigt weiter deutlich

Wolfsburg Zahl der Kirchenaustritte steigt weiter deutlich

Mitgliederschwund in Wolfsburgs Gotteshäusern: Die Zahl der Kirchenaustritte ist im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent gestiegen. Insgesamt kehrten 1204 Wolfsburger den Kirchen den Rücken, 2013 waren es noch 929.

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Viele kommen vom Glauben ab: In Wolfsburg steigt die Zahl der Kirchenaustritte weiter, die zuständige Stelle im Rathaus (kl. Foto) hat viel zu tun.

Quelle: Photowerk (he)

Deutlich gestiegen sind die Austritte aus der evangelisch-lutherischen Kirche mit 847 (2013: 630). „Und jeder Einzelne fehlt uns“, betont Superintendentin Prof. Hanna Löhmannsröben. Denn die Mitgliedszahlen bilden die Grundlage für einen Bemessungsschlüssel, nach dem den Gemeinden Geld zugewiesen wird - und das wiederum benötige die Kirche für ihre vielseitige Arbeit. „Das ist nicht nur die Mission, sondern auch der Erhalt der Gebäude und der Dienst für die Gesellschaft, vor allem für Menschen in Not“, betont Löhmannsröben. Mit ein Grund sei wohl die neue Ausweisung der Kirchensteuer, die jetzt vermehrt ins Auge falle. Letztlich stehe der Austritt aber am Ende eines längeren Prozesses, da sind sich Löhmannsröben und Dechant Thomas Hoffmann einig. Denn deutlich fällt der Mitgliederschwund auch bei der katholischen Kirche aus: 347 Austritte verzeichnete sie 2014, im Vorjahr waren es nur 286. „Unsere Gottesdienste sind nach wie vor voll, dennoch lassen mich diese Austritte nicht kalt“, so Hoffmann. Gemeinsam mit seinen Gremien werde er sich des Themas noch einmal annehmen.

Nur leicht rückläufig ist die Mitgliederzahl bei den Freikirchen: Zehn Personen traten 2014 aus (2013: 13). „Unsere Mitgliederzahlen sind relativ konstant“, sagt Stefan Dupont vom Christus-Zentrum Lammburg. So ist es laut Gemeindeleiter Klaus Evers auch in der Erlöserkirche (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Wolfsburg), Probleme gebe es eher durch fehlenden Nachwuchs.

kau

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