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Stadt Wolfsburg Zahl der Austritte sinkt und sinkt und sinkt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Zahl der Austritte sinkt und sinkt und sinkt
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00:44 15.10.2018
Ein Mann verlässt eine Kirche: In Wolfsburg treten weniger Menschen aus der Kirche aus, allerdings sinkt die Zahl der Gemeindemitglieder trotzdem. Quelle: dpa
Wolfsburg

Bei den evangelischen Wolfsburgern sank die Zahl der Austritte von 847 (2014) auf 615 (2017). Der Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen zählte 2014 noch 741 Austritte, vor einem Jahr waren es nur noch 286. „Den 286 Austritten standen 2017 insgesamt 101 Eintritte gegenüber“, sagt Helmut Kramer vom Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen. „Vorwiegend Erwachsene und Jugendliche. Die Prognosen für 2018 lassen hoffen, dass die Kirchenaustritte rückläufig bleiben.“ Trotzdem sei die Gesamtzahl der Kirchenmitglieder im Kirchenkreis von 61.000 (2014) auf 56.000 gesunken. Aber nicht durch Kirchenaustritte, so Kramer, sondern durch Sterbefälle und Wegzüge (demografischer Wandel). Im Schnitt sinke die Zahl der Gemeindemitglieder pro Jahr um 2,16 Prozent.

Verjüngte Kirchenvorstände sorgen für Hoffnung

Das Ziel des Kirchenkreises bleibe, weiterhin Gesprächspartner für Menschen vor Ort zu bleiben: „im ländlichen Raum auch durch Präsenz in der Fläche und insgesamt durch sorgfältige Begleitung bei Kasualhandlungen – Taufen, Trauungen, Konfirmationen, Beerdigungen“, so Kramer. Große Hoffnungen setzt er in die neu gewählten und oft verjüngten Kirchenvorstände: „Neue Mitglieder bringen auch neue Ideen und Ansätze mit.“

„Vom Papst können wir viel lernen“

Optimistisch blickt auch der katholische Dechant und Pfarrer Thomas Hofmann in die Zukunft: In der katholischen Kirche sank die Zahl der Kirchenaustritte von 347 (2014) auf 227 (2017). „Von den Ausgetretenen kommt jeder Zehnte zurück“, sagt Hoffmann. So gab es 2017 insgesamt 24 Wiedereintritte, fünf Übertritte und sieben Taufen von Erwachsenen. Bisher zähle man in 2018 22 Neu- oder Wiedereintritte. „Viele sagen, dass Kirche ihnen gefehlt habe“, so Hoffmann. Andere wollten ein Patenamt übernehmen. Aktuell habe man rund 100 Erstkommunionkinder pro Jahr, „und die Gottesdienste sind voll“. Trotzdem würden pro Jahr rund ein Prozent der Mitglieder austreten – einen Trend, den man stoppen möchte: „Wir müssen eine Sprache finden, die die Menschen verstehen“, sagt Thomas Hoffmann. „Und Gottesdienste attraktiver gestalten.“ Er blickt nach Rom: „Vom Papst können wir viel lernen. Er ist nah bei den Menschen...“

Von Carsten Bischof

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