Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Wolfsburgs „Oliven-König“ bangt um seine syrische Familie
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburgs „Oliven-König“ bangt um seine syrische Familie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:21 17.09.2013
Die Wolfsburger kennen den „Oliven-König“ vom Wochenmarkt: Er bangt um seine Schwiegereltern, die wie viele andere Menschen wegen des Bürgerkriegs aus Syrien fliehen mussten.
Anzeige

Nach einem Erlass des Innenministeriums vom 30. August können syrische Flüchtlinge die Einreise nach Niedersachsen beantragen, wenn sie hier lebende Verwandte haben. Die müssen entweder die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen oder mindestens seit dem 1. Januar hier wohnen und über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügen. Außerdem müssen die Verwandten in der Lage sein, für den Lebensunterhalt der Flüchtlinge aufzukommen. Und das ist bei Dadouch, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, der Knackpunkt: „Laut Behörde muss ich mindestens ein Nettogehalt von 2800 Euro pro Monat haben, wenn ich meine Schwiegereltern und ihre Tochter mitversorgen soll“, sagt Dadouch, der regelmäßig auf dem Wochenmarkt steht. „Das sind ungefähr 800 Euro, die fehlen, wo soll ich die hernehmen?“

Dabei könnten seine Schwiegereltern hier schnell Arbeit finden: „In den 70 und 80er Jahren haben sie in Deutschland gelebt, meine Frau wurde auch hier geboren“, erzählt er. „Sie sprechen auch sehr gut Deutsch.“

Mittlerweile sei die Situation nicht mehr haltbar: Vor elf Monaten mussten sie wegen des Kriegs in die Türkei flüchten, als ihr Haus und ihr Geschäft in Syrien zerstört wurde, seitdem stehen sie vor dem Nichts. „Ich schicke ihnen Geld, damit sie in der Türkei über die Runden kommen“, sagt Mohammed Ali Dadouch. „Aber wir wünschen uns, dass sie nach Deutschland dürfen, damit sie endlich in Sicherheit sind.“

üt

Sorry, hier ist uns ein Fehler unterlaufen. Der Text wurde aktualisiert.

Anzeige