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Wolfsburgs „Oliven-König“ bangt um seine syrische Familie

Wolfsburg Wolfsburgs „Oliven-König“ bangt um seine syrische Familie

Auf dem Wolfsburger Wochenmarkt kennt ihn jeder als „Oliven-König“: Mohammed Ali Dadouch aus Laatzen. Seit über 20 Jahren lebt der Syrer in Deutschland, doch die Familie seiner Frau nicht – sie flohen aus ihrem Heimatland Syrien, wo ein blutiger Bürgerkrieg tobt, in die Türkei. Dadouch möchte sie nach Deutschland holen. Aber der Antrag wurde abgelehnt, „weil mein Nettoverdienst zu gering ist“, sagt Dadouch. „Wir wissen nicht mehr weiter.“

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Die Wolfsburger kennen den „Oliven-König“ vom Wochenmarkt: Er bangt um seine Schwiegereltern, die wie viele andere Menschen wegen des Bürgerkriegs aus Syrien fliehen mussten.

Nach einem Erlass des Innenministeriums vom 30. August können syrische Flüchtlinge die Einreise nach Niedersachsen beantragen, wenn sie hier lebende Verwandte haben. Die müssen entweder die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen oder mindestens seit dem 1. Januar hier wohnen und über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügen. Außerdem müssen die Verwandten in der Lage sein, für den Lebensunterhalt der Flüchtlinge aufzukommen. Und das ist bei Dadouch, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, der Knackpunkt: „Laut Behörde muss ich mindestens ein Nettogehalt von 2800 Euro pro Monat haben, wenn ich meine Schwiegereltern und ihre Tochter mitversorgen soll“, sagt Dadouch, der regelmäßig auf dem Wochenmarkt steht. „Das sind ungefähr 800 Euro, die fehlen, wo soll ich die hernehmen?“

Dabei könnten seine Schwiegereltern hier schnell Arbeit finden: „In den 70 und 80er Jahren haben sie in Deutschland gelebt, meine Frau wurde auch hier geboren“, erzählt er. „Sie sprechen auch sehr gut Deutsch.“

Mittlerweile sei die Situation nicht mehr haltbar: Vor elf Monaten mussten sie wegen des Kriegs in die Türkei flüchten, als ihr Haus und ihr Geschäft in Syrien zerstört wurde, seitdem stehen sie vor dem Nichts. „Ich schicke ihnen Geld, damit sie in der Türkei über die Runden kommen“, sagt Mohammed Ali Dadouch. „Aber wir wünschen uns, dass sie nach Deutschland dürfen, damit sie endlich in Sicherheit sind.“

üt

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