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Wolfsburgs Amerikaner sehen mit Sorge in die USA

Präsidentenwahl: Clinton oder Trump? Wolfsburgs Amerikaner sehen mit Sorge in die USA

Amerikaner aus unserer Region schauen mit Sorge in ihre Heimat. Dort wird am heutigen Dienstag entschieden, ob Republikaner oder Demokraten den nächsten Präsidenten stellen. Weder der Republikaner Donald Trump noch die Demokratin Hillary Clinton haben hierzulande offenbar eingeschworene Fans.

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Wahlen in den USA: Die Bürger geben ihre Stimme für 538 Wahlmänner und -frauen ab, die dann am 19. Dezember nochmals abstimmen.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Etwa 90 Amerikanern leben rund um Wolfsburg. „Es ist mir höchst peinlich, dass Trump überhaupt eine Chance hat“, sagt die Sängerin Amanda Somerville, die aus Detroit stammt. Doch auch Hillary Clinton wäre nicht ihre erste Wahl. „Sie ist zu machtbesessen“, so Somerville.

Die ehemalige Englisch-Lehrerin Renee Mellino drückt Clinton trotzdem die Daumen. „Ich bin auch bei ihr nicht mit allem einverstanden, aber Trump könnte in wenig Zeit viel Porzellan zerschlagen.“ Diese Befürchtung hätten auch viele in ihrer Heimat, sagt sie: „Meine Mutter, 95 Jahre alt, hat wohl gerade zum ersten Mal in ihrem Leben die Demokraten gewählt.“

Die 27-jährige Tanja Nagler lebte die letzten zehn Jahre in den USA und erlebte dort die Republikaner-Hochburg New Mexico ebenso wie die eher liberale Ostküste. „Falls Trump wirklich an die Macht kommt, bin ich froh, dass ich dort weg bin“, sagt sie und bedauert ihre Freunde in den USA: „Sie haben jetzt nur noch die Wahl zwischen dem kleineren und dem größeren Übel. Das System müsste umgekrempelt werden - mit Demokratie hat das nicht viel zu tun.“

Dr. Lawrence Guntner lehrt in Braunschweig Sprach- und Literaturwissenschaften. Ihm missfällt vor allem die Verrohung - der Wahlkampf habe sich zu einer Hexenjagd entwickelt. „Man muss sich schämen, wie die Menschen dort mit- und übereinander reden“, sagt er. „Ich habe drüben so vieles gesehen, da fehlten mir die Worte. Ich dachte, ich bin im Deutschland des Jahres 1938“, sagt er und warnt: „Selbst wenn Hillary Clinton gewinnt, was ich hoffe, wird sie große Probleme haben, das Land wieder zusammenzuführen.“

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