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Wolfsburger verzockten mehr Geld an Automaten

Wolfsburg Wolfsburger verzockten mehr Geld an Automaten

Ob in der Spielhalle oder in der Gaststätte, immer mehr Wolfsburger verzocken Geld an Spielautomaten. Der Stadt spülte das 2014 Vergnügungssteuer-Einnahmen in Höhe von 1.745.409 Euro in die Kasse.

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Spielautomaten: Die Wolfsburger verzocken immer mehr Geld.

Im Jahr davor waren es nur 1.508.752 Euro. Dabei blieb die Zahl der Automaten mit 520 konstant, so Stadtsprecher Andreas Carl – pro Automat wurde also im Schnitt deutlich mehr gespielt.

Das sorgt für Probleme. Statistiker gehen davon aus, dass rund ein Prozent der Bevölkerung einer Stadt von „problematischem Glücksspiel“ betroffen sind. In Wolfsburg wären das rund 1200 Menschen. Aber nur 63 Klienten zählte die Drogenberatungsstelle (Drobs) im vergangenen Jahr – die Dunkelziffer ist offenbar hoch. Auffällig: 25 Klienten waren erst zwischen 17 und 25 Jahre alt. „Im Gespräch erzählen uns viele Betroffene, dass sie schon als Jugendliche oder sogar Kinder erste Kontakte mit Glücksspiel hatten“, sagt Drobs-Beraterin Birgit Gallinssky. Erlaubt ist Glücksspiel erst ab 18 Jahren.

Noch etwas anderes ist auffällig: „Früher war Glücksspiel-Sucht vor allem eine Männerdomäne“, erklärt Birgit Gallinsky. 2014 kamen aber auch sieben Frauen zu ihr in die Beratung. Hintergrund: Automaten-Hersteller haben Geräte und Spiele entwickelt, die Frauen ansprechen.

Große Sorgen bereiten der Drobs auch Sportwetten, immer mehr Wettbüros öffneten in Wolfsburg. Das Problem: Viele halten sich für sportbegeistert und sind überzeugt, einen todsicheren Tipp zu haben. Manche Menschen verzocken so viel Geld, dass sie finanziell vor dem Ruin stehen, erst dann suchen sie eine Beratungsstelle auf.

Hilfe gibt es bei der Drobs, Tel. 05361/20 48 17 oder bei gluecksspiel@drogenberatung-wolfsburg.de per Email.

syt

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