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Stadt Wolfsburg Wolfsburger und seine Hunde retten Mann (86) vor Ertrinken
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburger und seine Hunde retten Mann (86) vor Ertrinken
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14:51 11.12.2017
Hattorfer Teiche: Ein Mann (86) trieb am Sonntagmorgen im Gewässer. Die Hunde Amy und Lilou (l.) entdeckten ihn.  Quelle: Roland Hermstein
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Hattorf

 Dieser Wolfsburger hat vorbildlich reagiert und Leben gerettet: Simon Großjohann (39) entdeckte an den Hattorfer Teichen am Sonntagmorgen einen Menschen im Wasser. Seine Hunde Amy (11) und Lilou (2) hatten ihn auf den Körper, der kopfüber in dem Gewässer trieb, aufmerksam gemacht. Ohne groß nachzudenken hastete er in den klirrendkalten Teich und zog den Mann (86) an Land. Der Senior kam ins Klinikum Wolfsburg.

Simon Großjohann mit seinen Hunden Amy Lilou. Quelle: privat

Es war purer Zufall, dass der Hundebesitzer aus Ehmen am Morgen des zweiten Advent an den Hattorfer Teichen spazieren war. „Die Strecke gehört eigentlich nicht zu meinen üblichen Runden“, sagt der Programmierer von Volkswagen. Es war kurz nach 10 Uhr, als er gemeinsam mit seinen Hundedamen die Teiche erreichte. Plötzlich fingen Amy und Lilou, zwei Flat Coated Retriever, an zu bellen und wurden nervös. Am kleinsten der drei Teiche, vom Weg aus nicht sichtbar, trieb ein Körper im Wasser. Großjohann: „Ohne die Hunde hätte ich den Mann wohl nicht entdeckt.“

Die Hunde Amy und Lilou haben an den Hattorfer Teichen einen Mann aus dem Wasser gezogen. Quelle: privat

Er versuchte den Mann anzusprechen, schnell stellte sich heraus, dass er zwar noch bei Bewusstsein war, sich aber nicht mehr aus eigenen Kräften aus der Lage befreien konnte. Der 39-Jährige rief die Polizei, streifte Jacke und Tasche ab und stieg ins Wasser. „Zum Glück reichte es mir nur bis zur Hüfte“, erzählt er. In diesem Moment kam ein weiterer Hundebesitzer vorbei, der Großjohann half den Körper an Land zu ziehen und durch unwegsames Gebiet bis zum Weg zu transportieren. „Dann kam auch schon die Feuerwehr mit mehreren Einsatzwagen und die Polizei.“

Der Notarzt musste den 86-Jährigen zwar nicht wiederbeleben, „es bestand aber aufgrund der niedrigen Temperaturen Lebensgefahr für den Mann“, erklärt ein Polizeibeamter und lobt das beherzte und couragierte Eingreifen von Simon Großjohann: „Es zählte jede Minute. Nach Auskunft des Notarztes hätte der Gerettete einige Minuten später im Wasser nicht mehr gelebt.“ Wie der Mann ins Wasser gelangte, ist unklar. Der Ehmer bleibt bescheiden: „Das hätte doch sicher jeder getan...!“

Von Claudia Jeske

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