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Wolfsburger schon 2007 unter Terror-Verdacht

Wolfsburg Wolfsburger schon 2007 unter Terror-Verdacht

Ein Wolfsburger, der zurzeit in Syrien für den IS kämpft, stand bereits vor acht Jahren unter Terrorverdacht. Als damals 16-Jähriger soll Alaeddine T. für die sogenannten Sauerlandbomber Zünder nach Deutschland geschmuggelt haben.

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Terrorprozess: Ebrahim H.B. (l.) und Ayoub B. (r.) müssen sich wegen des Verdachts der Mitgliedschaft im „Islamischen Staat“ verantworten.

Quelle: Holger Hollemann

Vor dem Oberlandesgericht Celle, wo sich die beiden Wolfsburger Ayoub B. (27) und Ebrahim H.B. (26) wegen Mitgliedschaft im Terrornetzwerk IS verantworten müssen, sagte gestern ein Ermittler (33) des Landeskriminalamts (LKA) aus. Er hatte Vernehmungen und Gespräche mit Ayoub B. geführt, in denen immer wieder der Name von Alaeddine T. fiel - der war wie rund 20 weitere Wolfsburger mit einem älteren Bruder nach Syrien in den Krieg gezogen.

Ayoub B., so der Ermittler, habe ihm nicht nur gesagt, dass Alaeddine T. zur Wolfsburger Gruppe gehört habe. B. habe die Ermittler auch auf ein Youtube-Video aufmerksam gemacht, das Alaeddine T. in Syrien gedreht habe. Auf diesem sei zu hören, wie im Hintergrund ein weiterer Wolfsburger IS-Kämpfer vermutlich einen irakischen Soldaten foltere. Auch die Stimme eines dritten Wolfsburgers sei zu hören, den er aber nicht identifizieren könne, so der Ermittler. Und Ayoub B. habe den Namen nicht nennen wollen.

Zur Sprache kam auch, dass die beiden Brüder T., der bei einem Selbstmordattentat ums Leben gekommene Sofian K. (er sprengte sich auf einer Brücke im Irak in die Luft) und ein vierter Wolfsburger Ende 2007 als Mitglieder der sogenannten „Bäckerbande“ gefasst worden waren - sie waren über Wochen in Bäckereien und wohl auch Kioske in der Wolfsburger Innenstadt eingebrochen.

fra

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