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Wolfsburger hilft krebskrankem Amerikaner

Edward Günther ließ sich typisieren Wolfsburger hilft krebskrankem Amerikaner

Das ist vorbildlich: Der Wolfsburger Edward Günther ließ sich typisieren. Seine Knochenmarkspende benötigt ein US-Amerikaner, der an Leukämie erkrankt ist.

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Möchte helfen: Edward Günther ließ sich typisieren, ein Amerikaner benötigt seine Kochenmarkspende.

Quelle: privat

Nordstadt. Ein Wolfsburger rettet einem schwerkranken Mann in den USA vielleicht das Leben: Edward Günther aus der Nordstadt spendete Stammzellen. Diese Knochenmarkspende benötigt ein Amerikaner, der an Leukämie erkrankt ist. „Damit gebe ich ihm die Chance, die Krankheit zu besiegen“, freut sich der 27-Jährige. Gern würde er später den Mann kennenlernen, der seine Spende bekommen hat.

Günther besucht gerade die Technikakademie in Braunschweig, dort informierte Anfang des Jahres ein Lehrer, wie wichtig es ist, sich bei der Deutschen Stammzellspenderdatei (DKMS) registrieren zu lassen. Das könne man bei einer Blutspende machen. Gesagt, getan. Ein kleines Röhrchen Blut für die Typisierung und der erste Schritt war getan.

„Ich hatte mich vorher nie mit dem Thema beschäftigt“, sagt der Wolfsburger. Einige Monate später erhielt er dann die Nachricht, dass ein Amerikaner (56), der an Leukämie erkrankt ist, sein genetischer Zwilling ist und die Spende Leben retten kann. Weitere Tests folgten, bis es Anfang Oktober zur Stammzellenspende kam. Ein bisschen nervös war der junge Wolfsburger, aber die Freude, zu helfen, überwog ganz klar. „Ich gebe damit jemandem die Chance, weiterzuleben“, sagt Edward Günther.

Er möchte den Amerikaner, der sein genetischer Zwilling ist, gern kennenlernen. Nach zwei Jahren ist es möglich, dass Spender und Patient die Identität des anderen erfahren. Schon jetzt bestehe ein anonymer Briefkontakt, so Edward Günther.

Alle 45 Minuten erkrankt allein in Deutschland ein Mensch an Leukämie. Viele Patienten können nur durch eine Stammzellenspende geheilt werden. Da nur 30 Prozent der Patienten innerhalb der Familie einen passenden Spender finden, ist die Mehrzahl heute auf nicht verwandte Spender angewiesen, sagt die DKMS. Deshalb verdiene die Bereitschaft von Edward Günther, zu helfen, die „allerhöchste Anerkennung“.

Von Sylvia Telge

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