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Stadt Wolfsburg Wolfsburger für Besitz von Kinderpornografie verurteilt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburger für Besitz von Kinderpornografie verurteilt
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19:00 15.04.2019
Prozess im Amtsgericht: Ein 21-Jähriger wurde verurteilt, weil er Kinderpornos auf Computer und Smartphone gespeichert hatte. Quelle: Archiv
Wolfsburg

Acht Beratungsgespräche zum Thema Sexualität und 200 Euro Geldstrafe, zu zahlen an die Jugendhilfe Wolfsburg: Zu diesem Urteil wurde am Montag ein 21-Jähriger Wolfsburger vor dem Amtsgericht wegen des Besitzes von kinder- und jugendpornografischen Dateien verurteilt. Aufgrund seiner Lebensumstände und seiner persönlichen Reife wurde der Wolfsburger, der zum Zeitpunkt des Auffindens der Dateien 20 Jahre alt war, nach Jugendstrafrecht verurteilt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte vorsätzlich in den Besitz der insgesamt 57 kinder- und 159 jugendpornografischen Dateien auf seinem Computer und seinem Smartphone gelangt war. Die Fotos und Videos zeigten Kinder und Jugendliche un- oder nur leicht bekleidet in unnatürlichen, geschlechtsbetonten Posen.

Der Angeklagte hatte am ersten Verhandlungstag angegeben, die Dateien „aus Versehen“ heruntergeladen zu haben. Er leide aufgrund einer Krankheit an Gedächtnisstörungen und könne sich deshalb nicht an das Herunterladen erinnern.

Diese Darstellung hielten der Angeklagte und sein Anwalt am Montag nur zum Teil aufrecht. Grund dafür war die Zeugenaussage eines Polizeikommissars. Dieser schilderte, wie er bereits 2014 im Zuge der Ermittlungen in einem anderen Fall auf den Angeklagten gestoßen war. Der damals 16-jährige Wolfsburger hatte mit dem Verdächtigen insgesamt vier pornographische Bilder ausgetauscht. Kurios: Das dazugehörige Chat-Protokoll hatte der Kommissar gleich mit zu Gericht genommen. Zwar habe er es auch im Vorfeld an die Staatsanwaltschaft geschickt, aus unerfindlichen Gründen sei es aber leider nie an der zuständigen Adresse gelandet.

Die Richterin unterbrach die Verhandlung und sichtete das neue Material, verzichtete aber darauf, es als neues Beweismaterial in die Verhandlung einzubringen. Auch weil der Anwalt des Angeklagten im Zuge dessen und nach einer Beratung mit seinem Mandanten eine Erklärung abgab. Demnach könne dieser weder hundertprozentig bestätigen noch ausschließen, die Dateien heruntergeladen zu haben. „Er kann sich nicht erinnern, vielleicht auch, weil er es aus Scham verdrängt hat“, so der Anwalt. „Wenn er es getan habt, bedauere er sein Handeln zutiefst.“

Das teilweise Eingeständnis bewahrte den 21-jährigen Wolfsburger letztlich vor einer heftigeren Bestrafung. „Nur weil sie die Tat hier so gut wie eingeräumt haben, schicke ich Sie nicht in den Arrest“, machte die Richterin deutlich.

Von Steffen Schmidt

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