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Stadt Wolfsburg Wolfsburger Teddyvater hört auf
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburger Teddyvater hört auf
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20:15 13.12.2017
Dank an den Teddyvater: Helmut von Hausen, Christian Ebner, Gerhard Schleß, Rudolf Wöhl, Manuel Stanke und Günter Bensch (v.l.).  Quelle: Sylvia Telge
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Wolfsburg

 Als „Teddyvater“ machte sich Rudolf Wöhl einen Namen. 1995 hatte der Wolfsburger die Idee, Rettungswagen mit Plüschbären auszustatten, um so jungen Patienten die Angst zu nehmen. Jetzt hört der 93-Jährige auf – aus Altersgründen. Am Mittwoch bedankte sich Manuel Stanke, Chef der Berufsfeuerwehr, für diesen Einsatz und versprach: „Wir machen weiter, ganz in Ihrem Sinne.“

Idee kam nach einem schweren Unfall

Das heißt, Rettungswagen sind weiterhin mit Plüschtieren ausgestattet. Die Idee dazu kam Wöhl nach einem schweren Unfall, den er in den 90er Jahren hautnah miterlebte: Ein Kind, das in einem Unfallauto saß, war total aufgelöst – kurzerhand nahm Wöhl den Teddy seines Enkels, der in dem Fahrzeug des Wolfsburgers lag, und gab den Bär dem Kind – „sofort war Ruhe“, erinnert sich der Senior.

Als Wöhl dann 70. Geburtstag feierte, wünschte er sich von seinen Gästen eine Spende – der Grundstein für seine Stiftung „Teddys für Kinder in Not“ war damit gelegt. Auch die Ehefrau machte mit. „Sie strickte viel, der Erlös vom Verkauf ging auch in die Stiftung“, so Rudolf Wöhl. Dass er einen Plüschbären für seine Stiftung wählte, ist kein Zufall: „Ich bin gebürtiger Berliner, der Bär ist das Wahrzeichen der Stadt.“

Zahlreiche Auszeichnungen erhalten

 Zusammen mit dem damaligen Berufsfeuerwehr-Chef Gerhard Schleß setzte Wöhl die Idee in die Tat um. Über 2000 Bären, aber auch andere Plüschtiere, verteilten die Besatzungen der Rettungswagen in über 20 Jahren an die kleinen Patienten. Eins beeindruckte Schleß immer an Wöhl: „Seine spontane Hilfsbereitschaft.“ Deshalb bekam der 93-Jährige zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch die Stadtplakette. Aber Wöhl engagierte sich nicht nur als Teddyvater, sondern auch im Betreuungsverein und gab außerdem CDU-Politiker Wilfried Andacht so manchen Tipp für Verbesserungen in Mitte-West.

Von Sylvia Telge

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