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Wolfsburger Publikum erlebt wilden Ritt mit Jochen Malmsheimer

CongressPark Wolfsburger Publikum erlebt wilden Ritt mit Jochen Malmsheimer

Jochen Malmsheimer ist Kabarettist und Sprachakrobat. Das bewies der 56-Jährige im CongressPark. Alle hatten viel Spaß und manch einer trotzdem Kopfschmerzen.

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Wilder Ritt durch durch die Gedankenwelt von Jochen Malmsheimer: Der Kabarettist brachte das Publikum am Samstagabend im CongressPark zum Lachen und Staunen.
 

Quelle: Boris Baschin

Stadtmitte.  Wenn die Besucher gefragt werden, worum es denn ging... schwer zu sagen. Das ist aber auch gar nicht der Sinn bei einem Abend mit Kabarettist Jochen Malmsheimer. Mit seinen kaum greifbaren und rapide runtergeratterten Wortgeflechten brachte er am Samstagabend den gut gefüllten Spiegelsaal im CongressPark zum Lachen und Staunen gleichermaßen.

Was haben wir gelernt bei diesem wilden Ritt durch Malmsheimers Gedankenwelt? Schwarz ist ein dunkles Grau, Grau ein dunkles Weiß und Weiß ein helles Beige. BEIGE! Die Farbe, die der 56-Jährige mehr fürchtet als jedes graue Haar, steht sie doch für das Alter an sich.

Und: Früher mag nicht alles besser gewesen sein, aber vieles gut. Und das wäre noch immer so, hätte man nur die Finger davon gelassen! Stichwort: Wurstbrot. Die Episode mögen Fans schon aus dem Fernsehen kennen. Auch das Problem: Früher lagen drei Scheiben Wurst drauf, mittlerweile wird das schöne Wurstbrot mit Salatblättern praktisch entstellt!

Malmsheimer, meist mit ruhiger, brummiger Weihnachtsmann-Stimme, zwischendurch mal laut und schrill, kann aber auch philosophisch. Da fragt er sich: „Warum soll ich Tiere, die sich gern verstecken, artgerecht halten? Dann sieht man sie ja nicht mehr.“

Bei einigen Anekdoten konnte sich mancher Besucher nur schwer auf dem Sessel halten. Malmsheimer, der bei seinen Bandwurmsätzen ungern unterbrochen wird, mäßigte sein Publikum: „Sie müssen nicht jedes Mal lachen, wenn Sie etwas verstanden haben.“ Das machte es aber kaum besser...

Die Leute hatten einen Riesenspaß und mancher höchstens abends im Bett ein Problem. Wer die mit Informationen und wohl platzierten Gedankensprüngen angefüllte Show Revue passieren ließ, konnte vielleicht wegen sich plötzlich einstellender Kopfschmerzen nicht einschlafen.

Von Kevin Nobs

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