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Wolfsburger Fans sind sauer über Brief des VfL

Ärger um Dauerkarten Wolfsburger Fans sind sauer über Brief des VfL

Freundliche Erinnerung oder doch schon eine unterschwellige Mahnung? Der Brief, in dem der VfL Dauerkarten-Besitzer auf die Pflichtquote von besuchten Heimspielen hinweist, sorgt für Ärger.

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Stinksauer auf den VfL: Der Brief, in dem der VfL Dauerkartenbesitzer daran erinnert, die Pflichtquote von besuchten Heimspielen einzuhalten, empfindet nicht Klaus Bewersdorff als Affront.
 

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg.  Da ist der VfL Wolfsburg gegenüber so manchen Dauerkarten-Inhabern ins Fettnäpfchen getreten, nicht zum ersten Mal. Per Rundschreiben werden alle 11.000 Dauerkartenbesitzer zurzeit daran erinnert, ihre Pflichtquote beim Besuch der Heimspiele zu erfüllen – andernfalls werde der VfL am Ende der Saison von seinem Kündigungsrecht Gebrauch machen. In Zeiten desolater sportlicher Leistungen der Mannschaft empfinden viele treue Anhänger den Brief offenbar als Affront, und selbst der Verein räumt auf Nachfrage ein: Glücklich war zumindest der Zeitpunkt nicht...

„Der VfL vergrault seine Fans“

Seit zwei Jahren gilt beim Fußball-Bundesligisten: Wer nicht mindestens zehn der 17 Heimspiele besucht oder seine Karte im Verhinderungsfall über die VfL-Ticketbörse anbietet, dem kann zur neuen Saison gekündigt werden. Hintergrund: Man will leere Plätze in der VW-Arena bei eher unattraktiven Partien möglichst vermeiden. Was vom VfL wie im letzten Jahr wohl als Erinnerung an die Spielregeln gedacht war, kam bei vielen Anhängern gar nicht gut an. Zu ihnen gehört Klaus Bewersdorff, Fans seit 35 Jahren und Dauerkartenbesitzer seit 20 Jahren: „Das habe ich als Mahnung empfunden.“ In den letzten Jahrzehnten habe er „alles mitgemacht, war mit in Madrid, in Lissabon. Unabhängig von der sportlichen Krise vergrault der VfL seine Fans noch zusätzlich und sägt sich den eigenen Ast ab.“ Andere sehen es ähnlich.

1000 gekündigte Abos

Schon vor knapp zwei Jahren hatte der VfL zahlreiche Fans vergrault mit (teils offenbar unbegründeten) Kündigungen von Dauerkarten, Begründungen oder die Prüfung von Härtefällen dazu gab’s zunächst nicht. Bis heute wurden auf dieser Grundlage knapp 1000 Abos gekündigt, viele Fans kauften aber neue Dauerkarten. Auf WAZ-Nachfrage verwies ein Sprecher darauf, man habe aktuell die Abo-Inhaber „zum frühestmöglichen Zeitpunkt informieren“ wollen, es habe auch nur „eine Handvoll Beschwerden“ gegeben. Aber, so räumt der Sprecher wörtlich ein: „Der Zeitpunkt des Postversandes ist natürlich nicht unbedingt glücklich und wir können absolut nachvollziehen, wenn sich jemand darüber geärgert hat.“

Von Ulrich Franke

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