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Wolfsburger Bankberater muss ins Gefängnis

Landgericht: Verurteilung wegen Betruges Wolfsburger Bankberater muss ins Gefängnis

Ein Jahr und zehn Monate Freiheitsstrafe: So lautet das Urteil gegen einen früheren Privatkundenberater einer Wolfsburger Bankfiliale. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der 24-jährige Braunschweiger Bankkunden aus Wolfsburg um insgesamt 184.000 Euro betrogen hatte.

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Urteil am Landgericht: Der angeklagte Bankberater – hier rechts neben seinem Verteidiger – muss für 22 Monate ins Gefängnis.
 

Quelle: Jörn Graue

Wolfsburg.  Das war Betrug im großen Stil: Zwischen Mai und Oktober 2016 soll ein Privatkundenberater bei einer Bankfiliale in Wolfsburg immer wieder illegal größere Geldbeträge von Kundenkonten abgebucht haben. Die Summen lagen zumeist zwischen 10.000 und 12.000 Euro. Sämtliche Taten, bei denen ein Gesamtschaden von 184.000 Euro entstanden ist, hatte der Angeklagte bereits zu Prozessbeginn eingeräumt. Dazu zählte auch das Fälschen von Unterschriften. Unter Einbeziehung des Geständnisses verurteilte ihn das Schöffengericht beim Landgericht Dienstagmittag zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten.

Mit dem Geld hatte sich der Mann einen luxuriösen Lebensstil finanziert. Dazu gehörten teure Sportwagen und hochwertige Uhren. „Ich war damit auf der Suche nach Anerkennung“, sagte der 24-Jährige. In der Verhandlung war am Vormittag im Zuge weiterer Ermittlungen bekannt geworden, dass der Angeklagte zuvor 200.000 Euro als notariell beglaubigte Schenkung von seiner Großmutter aus dem Verkauf eines Hauses bekommen hatte.

Richter: „Das überzeugt uns nicht“

Das Geld wolle er dazu nutzen, um den angerichteten finanziellen Schaden auszugleichen, erklärte er. „Das überzeugt uns nicht“, sagte der Vorsitzende Richter. Die Lebensverhältnisse des Angeklagten hätten sich seit den Taten nicht wesentlich verändert, worin das Gericht einen potenziellen Anreiz für weitere Betrugstaten sah. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten gefordert.

Von Jörn Graue

Der Text wurde aktualisiert.

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