Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Wolfsburg trauert um Hans-Dietrich Genscher
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburg trauert um Hans-Dietrich Genscher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:00 01.04.2016
Hans-Dietrich Genscher ist tot: Der damalige Bundesaußenminister und FDP-Bundesvorsitzende wurde 1974 bei einem Besuch in Wolfsburg in der Bürgerhalle des Rathauses empfangen. Anlass für den Besuch war die Landtagswahl in Niedersachsen.. Quelle: dpa (1) / Reichelt (1)
Anzeige

Wolfsburgs FDP-Chef Hans-Joachim Throl traf Genscher einige Male persönlich, er unterstützte ihn in den 80er Jahren im Wahlkampf. Es gab zwei große Kundgebungen auf dem Rathausplatz mit dem damaligen Außenminister. Throl: „Er war nicht abgehoben, er hat sich als FDP-Vorsitzender viel Zeit genommen, um der Basis gerecht zu werden - ein außerordentlich liebenswürdiger Mensch.“

FDP-Politiker Marco Meiners (Ortsrat Heiligendorf-Hattorf) ist betroffen: „Genscher war mein größtes politisches Vorbild. Als Jugendlicher habe ich seine Prager Rede im Fernsehen verfolgt und war gebannt. Er hatte ein unfassbares Leben.“ Mitte der 90er trat Genscher auf Einladung der Volksbank im CongressPark auf, Meiners sah ihn live: „Es war ein echtes Event.“

Ex-Oberbürgermeister Rolf Schnellecke (CDU) trauert um „einen großen Politiker, großen Menschen“. Genscher habe die FDP „zu ganz großer Blüte geführt“ und sich als Außenminister „in allerhöchstem Maße verdient gemacht“.

Für den Bundestagsabgeordneten und Vorsfelder Ortsbürgermeister Günter Lach (CDU) hat Deutschland einen großen Staatsmann verloren: „Hans-Dietrich Genscher hat große Verdienste um die deutsche Einheit. Er war ein von allen Seiten geschätzter Politiker, auch im Ausland. Bis zuletzt hat er am politischen Leben teilgenommen und gute Ratschläge gegeben.“

SPD-Fraktionschef Hans-Georg Bachmann sagte: „Getroffen habe ich ihn leider nie. In der sozialliberalen Koalition hat er lange die Geschicke des Landes sehr gut gelenkt.“

jes/bis/kn

WAZ-INFO: Hans-Dietrich Genscher

Als Außenminister prägte FDP-Chef Hans-Dietrich Genscher die deutsche und europäische Nachkriegspolitik entscheidend mit. Dank seines geschickten Taktierens wurde „Genscherismus“ zum feststehenden Begriff für die Kunst, sich nicht festzulegen.

1969 wurde Genscher als Innenminister in das Kabinett von Willy Brandt (SPD) berufen. Bei der Geiselnahme jüdischer Sportler während der Olympischen Spiele 1972 in München bot sich Genscher als Austauschgeisel an.

Ab 1974 war er Außenminister und Vizekanzler unter Helmut Schmidt (SPD), ab 1982 unter Helmut Kohl (CDU). Im Juli 1990 gelang beim historischen Treffen von Kanzler Kohl und dem sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow im Beisein von Genscher der Durchbruch auf dem Weg zur deutschen Einheit.

1992 trat Genscher von seinen Ämtern zurück. 1998 schied er nach 33 Jahren aus dem Bundestag aus.

Volkswagen als Inspiration für Weltstars: Die Pet Shop Boys haben ihr neues Album „Super“ veröffentlicht, ein Song darauf heißt „Sad Robot World“ („Traurige Roboter-Welt“).

04.04.2016

Sein 20-jähriges Bestehen feiert der Lions Club Wolfsburg-Vorsfelde mit einer kunterbunten Galanacht mit Musik und Tanz am 23. April im Hotel Innside. Viele Mitglieder und Gäste sind eingeladen.

01.04.2016

Ein edles Menü zum Frühlingsanfang: Acht Mitarbeiter des Wolfsburger Ritz-Carlton-Hotels bewirteten am Freitag ehrenamtlich rund 50 Gäste beim Caritas-Mittagstisch im Bonifatiushaus.

01.04.2016
Anzeige