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Stadt Wolfsburg Wolfsburg sucht dringend Pflegefamilien
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburg sucht dringend Pflegefamilien
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00:19 13.01.2019
Pflegeeltern bieten Kindern, die zu Hause keinen Halt mehr finden, ein stabiles Lebensumfeld.
Wolfsburg

Händeringend gesucht: In Wolfsburg mangelt es an Pflegefamilien. Aktuell leben 81 Pflegekinder übergangsweise bei 68 Familien. „Aber das sind immer noch zu wenige Pflegefamilien“, sagt Anne-Regine Halbes, Abteilungsleiterin der Sozialen Dienste im Geschäftsbereich Jugend der Stadt Wolfsburg.

Kinder, die Zuhause keinen Halt mehr finden oder deren Wohl in Gefahr ist, weil die Eltern suchtkrank, psychisch labil oder gewalttätig sind, werden von Mitarbeitern des Sozialen Dienstes der Stadt in ganz akuten Situationen sofort aus den Familien geholt. Der Pflegekinder- und Adoptionsdienst möchte diese häufig schon traumatisierten Kinder so schnell wie möglich in stabile Familien unterbringen. Deshalb gibt es in Wolfsburg sechs Bereitschaftspflegefamilien, „diese sind 24 Stunden erreichbar für uns“, sagt Mitarbeiterin Dörthe Seidenthal-Klemt.

Kümmern sich um hilfsbedürftige Kinder: Anne-Regine Halbes (r.), Abteilungsleitung Soziale Dienste und Dörthe Seidenthal-Klemt (l.), Sozialarbeiterin im Pflegekinder- und Adoptionsdienst. Quelle: Boris Baschin

Es gibt aber auch Fälle, da schaffen es die Eltern, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr für das Kind zu sorgen – und treffen die Entscheidung, es in eine Pflegefamilie zu geben. „Eine Entscheidung, die sich die Mütter wahrlich nicht leicht machen. Aber sie entscheiden sich für das Wohl des Kindes und das hat Respekt verdient“, sagt Seidenthal-Klemt.

In Ausnahmefällen werden aus Pflegeverhältnissen Adoptionen

Dann schauen sich die Mitarbeiter nach geeigneten Familien für diese Kinder um. Jede Pflegefamilie hat eine zweitägige psychologische Schulung hinter sich. Denn: Ein Kind auf Zeit, „das ist emotional belastend“, sagt Anne-Regine Halbes. Diese Familien müssen sich darauf einstellen, dass das Kind in einigen Monate, oder Jahren zurück zu den leiblichen Eltern zurück kehren könnte. In Ausnahmefällen können aus diesen Pflegeverhältnissen auch Adoptionen hervorgehen.

Stabiles Umfeld und eigenes Zimmer sind Voraussetzung

Pflegefamilien müssen den Kindern auf Zeit ein eigenes Zimmer anbieten können. Sollten bereits eigene Kinder im Haushalt leben, wird genau darauf geachtet, dass das Pflegekind nicht älter als das jüngste leibliche Kind ist. So vermeide man eher Konfliktsituationen zwischen den Kindern.

Ob kinderlose oder gleichgeschlechtliche Paare – das spiele keine Rolle. „Hauptsache die Familien sind stabil und können schwierige Situationen gut meistern!" Offenheit und Flexibilität werden ebenfalls vorausgesetzt, Und natürlich wirtschaftlich geordnete Verhältnisse.

Pflegefamilien erhalten im Übrigen finanzielle Unterstützung: Der bundeseinheitliche Satz liegt bei 750 bis 900 pro Monat und Kind. Und sie haben Anspruch auf Elternzeit. Und: Die Pflegefamilien und Pflegekinder werden während der gesamten Zeit intensiv durch den Pflegekinderdienst begleitet und unterstützt.

Von Claudia Jeske

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