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Wolfsburg schließt Flüchtlingsheime

Asylzahlen rückläufig Wolfsburg schließt Flüchtlingsheime

Die Zahl neuer Asylbewerber in Wolfsburg sinkt und sinkt, Folge: Die Stadt schließt eine Reihe von Flüchtlingsunterkünften. Auch danach stehen noch 902 Plätze zur Verfügung, mehr als absehbar benötigt werden: Die aktuelle Auslastung liegt bei 505 belegten Plätzen. 

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Ankunft von Flüchtlingen in Wolfsburg: Die Zahl neuer Asylbewerber sinkt so stark, dass die Staat mehrere Flüchtlingsunterkünfte schließt.
 

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Immer weniger Flüchtlinge kommen – darum schließt die Stadt jetzt eine Reihe von Flüchtlingsheimen. 500 Plätze könnten kurzfristig reaktiviert werden.

Bereits seit Juni geschlossen sind die Gemeinschaftsunterkünfte im Heinrichswinkel in Vorsfelde (90 Plätze) und in der Rothenfelder Straße (88 Plätze). St. Heinrich am Rabenberg (45 Plätze) wird zum Jahresende aufgegeben, eine vorgesehene Unterkunft am Hageberg (30 Wohneinheiten) wird gar nicht mehr benötigt – die Stadt will das Gebäude verkaufen. Ansonsten sollten nicht mehr benötigte Unterkünfte, soweit möglich, einer normalen Wohnnutzung zugeführt werden, sagt Stadt-Sprecherin Elke Wichmann: „Die Voraussetzungen werden derzeit für jede Unterkunft geprüft.“

Auch dicht gemacht wird ein großer Teil der Asylbewerberunterkunft in der Hafenstraße in Fallersleben. Weiter genutzt wird ausschließlich ein Neubau mit 100 Plätzen, zwei alte Gebäude in schlechtem Zustand mit insgesamt ebenfalls 100 Plätzen sollen bis Ende April geräumt und dann abgerissen werden – 42 Bewohner werden an anderen Standorten untergebracht.

Hintergrund: Die Zuweisung von Flüchtlingen nach Wolfsburg ist deutlich zurückgegangen. Zwar gilt für die Stadt seit November 2016 (und aktuell noch bis Ende März 2018) eine vom Land festgelegte sogenannte Aufnahme-Quote von 767 Personen; zugewiesen sind aber aktuell nur 141 Personen, gerade mal 20 Prozent der Quote. Sollten die Zahlen doch wieder überraschend hochschnellen, hat die Stadt eine Reserve in der Hinterhand: Unterkünfte im Gewerbegebiet Heinenkamp (Hattorf) und im Heinrichswinkel könnten mit insgesamt 500 Plätzen kurzfristig wieder in Betrieb genommen werden.

Von Ulrich Franke

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