Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Wolfsburg muss weiter massiv sparen

2018: Defizit von 50 Millionen Wolfsburg muss weiter massiv sparen

Wolfsburg wird auch im kommenden Jahr massiv sparen müssen. Trotz Einschnitten beim Personal und den Investitionen rechnet die Stadt noch mit einem Minus von 50 Millionen Euro für das Jahr 2018.

Voriger Artikel
50 Jahre Literaturkreis: Stadtlesen als Geschenk
Nächster Artikel
Wahl: Wer schafft den Sprung nach Berlin?

Das Rathaus muss den Gürtel enger schnallen: Die Stadt rechnet mit einem Minus von 50 Millionen Euro für das Jahr 2018, muss deshalb weiter sparen

Quelle: Foto: Kevin Nobs

Wolfsburg. Wolfsburg wird weiter an allen Ecken und Enden sparen müssen: Die Stadt geht für das kommende Jahr von einem Verlust in Höhe von 50 Millionen Euro aus. Ursprünglich hatte die Verwaltung sogar mit einem Defizit von 69 Millionen Euro kalkuliert, doch durch Beschränkung der Investitionen und Mehreinnahmen an anderer Stelle soll das Minus in Grenzen gehalten werden.

Im Finanzausschuss stellte die Verwaltung am Donnerstag den finanzwirtschaftlichen Rahmenplan zum Haushalt 2018 vor – und der ist alles andere als rosig: Auf maximal 50 Millionen Euro kalkulieren die Finanzexperten im Rathaus den Fehlbedarf. Das ist zwar deutlich weniger als das noch im vergangenen Jahr in der mittelfristigen Finanzplanung kalkulierte Defizit von 69 Millionen – an der grundsätzlichen Problematik, dass Wolfsburg vor weiteren massiven Sparzwängen steht, ändere das aber nichts. die Politik wird unter anderem entscheiden müssen, ob 2018 die Grundsteuer steigt.

Das „kleinere“ Minus von 50 Millionen Euro sei nur durch harte Einschnitte und Mehreinnahmen an anderen Stellen zu erreichen, mahnt die Verwaltung, denn: Die ursprünglich für 2018 prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen werden „unter realistischer Betrachtung um 15 Millionen Euro auf 135 Millionen Euro“ sinken. „Dies bedeutet immerhin noch eine Erhöhung um etwa 20 Millionen Euro gegenüber dem Planansatz 2017“, sagt Stadtsprecher Ralf Schmidt.

Der Personalaufwand soll auf insgesamt 140 Millionen Euro gedeckelt werden. Diese Personalkosten beinhalten schon mehr Stellen für die neuen Kita- und Krippengruppen. Im laufenden Jahr 2017 wurden rund 100 Stellen geschaffen, um den Bedarf zu decken. Mittlerweile seien 80 besetzt.

Maßnahmen der Bauunterhaltung werden auf 9 Millionen Euro beschränkt. Das entspreche erfahrungsgemäß in etwa dem, was sowieso nur abgearbeitet werden kann, so Schmidt.

Die „zwingend notwendigen“ Investitionen – laut Verwaltung maximal 80 Millionen und damit ein Drittel weniger als 2017 – müssen aller Voraussicht nach trotzdem über Investitionskredite finanziert werden. Damit fallen Zinsen und Tilgung an, die neben den ohnehin zu berücksichtigenden Folgekosten aus Investitionen den Ergebnishaushalt zusätzlich belasten.

WAZ-Info: Wolfsburg muss sparen

Die Stadt muss weiter massiv sparen und gleichzeitig die Einnahmen erhöhen. Einige zentrale Punkte:

Der Personalaufwand soll auf insgesamt 140 Millionen Euro gedeckelt werden. Die notwendigen Stellen an Kindergärten sollen von Einsparungen aber nicht betroffen sein.

Der Mittelansatz für Einzelmaßnahmen der großen Bauunterhaltung soll zukünftig jährlich nur noch neun Millionen Euro betragen.

Die Investitionen sollen in 2018 auf maximal 80 Millionen Euro reduziert werden. „Investitionen können nur erfolgen, wenn sie zwingend notwendig sind“, sagt Stadtsprecher Ralf Schmidt. Das Investitionsprogramm umfasst überwiegend Fortsetzungsmaßnahmen, aber auch zwingende Maßnahmen aus den Bereichen Kindertagesbetreuung, Bildung sowie sonstige Maßnahmen zur künftigen Entwicklung der Stadt Wolfsburg in den Bereichen Wohnen und Digitalisierung.

Einnahmen sollen unter anderem durch die Veräußerung von Vermögen einer städtischen Beteiligung erzielt werden. Dabei handelt es sich um den Verkauf von Erbbaurechten von der Wolfsburger Struktur- und Beteiligungsgesellschaft (WSB) an die Neuland.

Im Haushaltsjahr 2018 müssen aller Voraussicht nach Liquiditätskredite in Anspruch genommen werden. Insgesamt müssen daher im Ergebnishaushalt weitere intensive Konsolidierungsanstrengungen unternommen werden.

Von Redaktion

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt Wolfsburg für Sie zusammengefasst. mehr