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Wolfsburg hat die schnellste Feuerwehr Norddeutschlands

Wolfsburg Wolfsburg hat die schnellste Feuerwehr Norddeutschlands

Bundesweit gilt: acht Minuten nach der Alarmierung soll die Feuerwehr mit zehn Einsatzkräften vor Ort sein - auf dieses Schutzziel haben sich die Berufsfeuerwehren verständigt. Von zehn großen norddeutschen Städten erreicht nach eigenen Angaben nur Wolfsburg dieses Ziel in 95 Prozent der Fälle.

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Bestwerte für die Berufsfeuerwehr aus Wolfsburg: In 95 % aller Einsätze ist die Wolfsburger Feuerwehr innerhalb von acht Minuten nach Alarmierung vor Ort.

Quelle: Archiv

In vielen norddeutschen Kommunen kommt die  Feuerwehr häufig zu spät oder mit zu wenigen Einsatzkräften zum Brandort. Das Wirtschafts- und  Verbrauchermagazin „Markt“ im NDR Fernsehen und der Radiosender „NDR  Info“ führten zu diesem Thema eine Befragung bei den Berufsfeuerwehren durch. Nur die Feuerwehr in Wolfsburg erreichte nach eigenen Angaben dieses Ziel in 95 Prozent der Fälle. Hannover kommt auf 90 Prozent. Deutlich schlechter ist die Situation in Hamburg, Bremen und  Osnabrück.
In Hamburg kommt die Feuerwehr lediglich bei 75 Prozent der Brände schnell genug und mit ausreichend Kräften zum Einsatzort, in  Osnabrück schafft sie es gerade mal in 60 Prozent der Fälle. Die  Stadt Bremen hat sogar das Schutzziel selbst gesenkt: Anders als von  der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF)  festgelegt, sollen in Bremen nicht mehr zehn Feuerwehrleute in acht  Minuten am Brandort sein, sondern nur noch acht Feuerwehrleute in  zehn Minuten. Auch in Rostock, Lübeck und Braunschweig wird das  Schutzziel der AGBF nicht erreicht. Kiel und Schwerin nannten dem NDR keine Zahlen.

Grundproblem: Personalmangel
Der Grund für die eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Feuerwehr in vielen Städten ist Personalmangel. In Bremen waren in diesem Jahr  laut Gewerkschaftsangaben bereits an 178 Tagen weniger Einsatzkräfte  im Dienst als vorgesehen, dadurch blieben auch Löschfahrzeuge  unbesetzt. Klaus Schmitz vom Personalrat der Bremer Feuerwehr sagt,  ganze Stadtteile stünden streckenweise ohne Löschfahrzeug da, für ihn ein unhaltbarer Zustand: „Wir werden hier Schwerverletzte und  Brandtote zu beklagen haben aufgrund der Personalnot, die wir haben. 

Es geht hier um die Sicherheit der Menschen und um die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen.“ Der Bremer Senat sieht Verbesserungsbedarf in den Randbezirken der Stadt und erklärt gegenüber dem NDR, es werde schwierig, wenn Überstunden zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes zwingend erforderlich werden: „Da bei der Feuerwehr Bremen ein  Missverhältnis entstanden ist, wird die Personalstärke derzeit  angehoben.“

Die häufigste Todesursache bei Wohnungsbränden ist eine  Rauchgasvergiftung.
Nach 17 Minuten im Qualm kann ein Mensch nicht  mehr wiederbelebt werden. Die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der  Berufsfeuerwehren (AGBF) hält daher in der Definition der Schutzziele fest: Zehn Einsatzkräfte in acht Minuten seien erforderlich, um die  Menschenrettung bei einem „kritischen Wohnungsbrand“ noch rechtzeitig durchführen zu können.
Dass Einsatzstellen in Hamburg oft nicht in der vorgesehenen Zeit  erreicht werden, sei unter anderem auf „krankheitsbedingte  Unterbesetzung von Einsatzfahrzeugen“ und „veränderte  Verkehrsbedingungen“ zurückzuführen, erklärt die Hamburger  Innenbehörde gegenüber dem NDR. Die Stadt Osnabrück hält fest, der  Bau einer weiteren Feuerwache sei in Planung. „Die Stadt Osnabrück  geht davon aus, dass mit der Inbetriebnahme einer zweiten Feuerwache  der beschlossene Erreichungsgrad erreicht werden wird.“

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