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Wolfsburg gedenkt der Opfer des Faschismus

Erinnerung ist wichtig: Wolfsburg gedenkt der Opfer des Faschismus

Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht. Der Zweite Weltkrieg war beendet, Deutschland hatte ein riesiges Blutbad angerichtet. Der 8. Mai gilt als Tag der Befreiung, auch in Wolfsburg fanden gestern Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegungen für die Opfer statt: an der Stele Breslauer Straße, am Sara-Frenkel-Platz und in der Werderstraße.

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Werderstraße: Wolfsburg gedachte der Opfer des Faschismus und erinnerte an das Ende des Zweiten Weltkriegs.

Quelle: Boris Baschin

Wolfsburg. Alle Redner machten klar: Gedenken ist wichtig, „zur Zukunft gehört die Erinnerung“, erklärte Betty Rannenberg, die die Veranstaltung an der Gedenkstätte Werderstraße moderierte. Die Erinnerung an die furchtbaren Greueltaten der Nationalsozialisten werde aber immer schwieriger, so Astrid Grawunder-Dageförde, Leiterin der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule. Denn in vielen Familien gebe es keine Zeitzeugen mehr. Trotzdem: Erinnerung und damit Gedenkveranstaltungen seien wichtig. Das meinen auch Schüler des 11. Jahrgangs der Neuen Schule, die sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben: Lukas Schleith machte in seiner Rede klar, dass Deutschland sich der schweren Schuld, die es durch NS-Regime und Weltkrieg auf sich geladen habe, bewusst sei, aber dass diese Schuld „nicht vererbbar“ sei und die schlimmen Taten auch nicht ungeschehen gemacht werden können. „Wir müssen objektiv auf die Vergangenheit schauen“, schlug er vor.

Die Schüler fordern noch mehr: Europa gehe es Jahrzehnte nach Ende des Weltkriegs gut. Anders die Bevölkerung in Asien und Afrika, die unter Armut leide. Viele Menschen verlassen deshalb die Heimat und fliehen nach Europa. Der Appell der Schüler: „Helfen sie Menschen in Not und Bedrängnis.“

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