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Wolfsburg: Siedler fürchten um ihre Existenz

Freiwillige für Vorstandsarbeit fehlen Wolfsburg: Siedler fürchten um ihre Existenz

Immer mehr Bürger, aber immer weniger Siedler: Zwölf Siedlergemeinschaften gibt es in Wolfsburg, der Altersdurchschnitt steigt stetig und die Vereine schlagen Alarm. Fast die Hälfte muss fürchten, in absehbarer Zeit keine Mitglieder mehr für die Vorstandsarbeit zu finden.

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Wolfsburg wächst und es gibt immer mehr Baugebiete: Und trotzdem schlagen die zwölf Siedlergemeinschaften Alarm.

Quelle: Photowerk (bb)

Wolfsburg. Die Reislinger Siedler wechseln deshalb zur Gemeinschaft aus Vorsfelde, in der Hauptversammlung der Vorsfelder am Samstag, 4. Februar, wird über einen gemeinsamen Namen abgestimmt. Als nächster Ortsverein muss der auf dem Laagberg über seine Zukunft nachdenken. Vorsitzender Hartmut Stapelfeld zieht nach Wendschott - und hat keinen Nachfolger gefunden. Drei Möglichkeiten bleiben dem Verein: Eine Fusion mit einem Nachbarverein (Mörse, Fallersleben, Föhrenhorst), die Auflösung mit Übertritt einzelner Mitglieder in mehrere andere Gemeinschaften oder aber die Laagberger geben die Regie an den Landesverband ab.

Das hat zum Beispiel der Verein aus der Tiergartenbreite schon getan. Eine vierte Möglichkeit: Der Rumpfvorstand macht vorläufig ohne ersten Vorsitzenden weiter - so läuft es auf dem Köhlerberg.

Günter Pleil, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft in Vorsfelde, Chef der Kreisgruppe und Mitglied im erweiterten Landesvorstand - berichtet, dass nicht nur die Wolfsburger nach neuen Wegen suchen. „Der Landesverband erarbeitet gerade einen Leitfaden.“ Früher habe man künftige Bauherren direkt angeworben; der Datenschutz verbietet das jetzt. Und: Immer weniger Kinder übernehmen Häuser oder Eigentumswohnungen der Eltern, so fällt die Umschreibung von Mitgliedschaften flach.

Eckhardt Krebs, Vize-Chef im Kreis, nennt zudem größeres Freizeitangebot und weniger Bereitschaft, sich ohne eigenen Vorteil langfristig für andere einzusetzen. „Wir müssen sehen, ob wir Kräfte stärker bündeln können“, überlegt er. Denn eigentlich bieten die Neubaugebiete eine Chance. Die Siedlergemeinschaften stehen am Anfang eines Veränderungs-Prozesses.

amü

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