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Stadt Wolfsburg Polizeianwärter rief Hunderte vertrauliche Daten ab
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Polizeianwärter rief Hunderte vertrauliche Daten ab
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00:03 27.03.2018
Wolfsburger Amtsgericht: Ein Polizeidienstanwärter hatte etliche Daten illegal abgerufen, das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt. Quelle: Archiv
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Wolfsburg

 Es klingt wie ein Kavaliersdelikt, erschüttert aber das Vertrauen in eine wichtige Behörde. In seiner Zeit als Polizeidienstanwärter hat ein junger Mann illegal 400 Mal Daten zu Personen und Fahrzeugen aus dem Computersystem abgefragt und teils weiter gegeben. Wegen „Verletzung des Dienstgeheimnisses“ stand der 22-Jährige am Montag vor dem Wolfsburger Amtsgericht. Verurteilt wurde er nicht – das Verfahren wurde gegen Geldauflage eingestellt.

Zu den Abfragen von Personendaten und Kennzeichen in den Räumen der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt soll es laut Staatsanwaltschaft im Dezember 2016 gekommen sein. In mindestens zwei Fällen soll der Angeklagte die vertraulichen Informationen aus dem Polizeisystem auch weiter gegeben haben, an seinen Bruder sowie an einen gewissen Igor. Zu welchem Zweck dies passiert ist, blieb vor dem Amtsgericht unklar, weil das Verfahren eingestellt wurde, ohne dass der Angeklagte sich geäußert hätte.

Auf die Einstellung des Verfahrens hatten sich Richterin Heike Ullrich-Schrammek, Staatsanwältin und Verteidiger hinter verschlossenen Türen geeinigt. Aus Sicht des Verteidigers habe es in der Anklage Unstimmigkeiten gegeben, weitere Zeugen hätten zu einem neuen Termin geladen werden müssen. Angesichts der Tatsache, dass der Angeklagte noch jung und schon gestraft ist – aus dem Polizeidienst wurde er entlassen, intern wird dort weiter ermittelt –, stellte das Amtsgericht das Verfahren gegen die Zahlung von 300 Euro ein. Der 22-Jährige studiert mittlerweile.

Von Kevin Nobs

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