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Stadt Wolfsburg Fall Podehl: Ehemaliger Polizeichef muss vor Gericht
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Fall Podehl: Ehemaliger Polizeichef muss vor Gericht
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23:56 06.06.2018
Jetzt kommt es doch zum Prozess: Ex-Polizeichef Hans-Ulrich Podehl muss sich wegen Bestechlichkeit vor dem Landgericht verantworten. Quelle: Sebastian Bisch
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Wolfsburg

Der frühere Wolfsburger Polizeichef Hans-Ulrich Podehl muss sich nun doch vor dem Landgericht verantworten. Ende März hatte das Gericht die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen beim Oberlandesgericht Beschwerde eingelegt – mit Erfolg. Ein Termin für den Prozess, der sich um den Tatvorwurf Bestechlichkeit drehen wird, steht noch nicht fest.

Und darum geht es im Kern: Dem früheren Leiter der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt wird vorgeworfen, bereits im Herbst 2012 von einer ihm dienstlich nicht unterstellten Beamtin der Zentralen Polizeidirektion Hannover Gegenleistungen dafür verlangt zu haben, dass er ihr eine Karriere bei der Polizei ermögliche (WAZ berichtete). Ob es dabei um die Unterbreitung eines schlüpfrigen Angebotes ging, wie einige Medien bereits 2016 spekuliert hatten, wollte Hans Christian Wolters, Pressesprecher der Braunschweiger Staatsanwaltschaft, gestern mit dem Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten nicht sagen.

In einem Schreiben lässt Hans-Ulrich Podehl seinen Verteidiger Thorsten Grunow erklären: „Die Information über den Beschluss des Oberlandesgerichtes ist von meinem Mandanten mit sehr gemischten Gefühlen aufgenommen worden. Einerseits hatte er sich ein Ende der seit fast zwei Jahren andauernden und ihn belastenden Verfahren der Staatsanwaltschaft Braunschweig gewünscht. Andererseits möchte mein Mandant alles dafür tun, um seine Unschuld und sein untadeliges Verhalten gegenüber seinen Kolleginnen und Kollegen darzulegen. Dazu wird uns nun, nach der Entscheidung des Oberlandesgerichts, im Rahmen einer hoffentlich alsbald anzuberaumenden Hauptverhandlung Gelegenheit gegeben. Es wird sich dann erweisen, ob die von der Staatsanwaltschaft angenommene Stichhaltigkeit der Beweise Bestand haben wird.“

Der erste Strafsenat am Oberlandesgericht hat die Anklage gegen Podehl anders als das Landgericht Ende März zugelassen. Laut Sprecherin Dr. Andrea Tietze war das Oberlandesgericht zu einer anderen rechtlichen Bewertung gekommen. Am Landgericht wiederum wird sich eine andere Kammer mit dem Fall befassen als jene, die die Eröffnung des Hauptverfahrens vor gut zwei Monaten abgelehnt hatte.

Die Affäre um Podehl hatte im Juli 2016 begonnen. Damals waren Vorwürfe laut geworden, er hätte Wolfsburgs Kripo-Chefin Imke Krysta massiv nachgestellt. Ein Strafverfahren stellte die Staatsanwaltschaft ein. Seit November 2017 arbeitet Hans-Ulrich Podehl im Behördenstab der Polizeidirektion Braunschweig.

Von Jörn Graue

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