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Wolfsburg: Die wenigsten Knie-Operationen

Wolfsburg Wolfsburg: Die wenigsten Knie-Operationen

Sind die Wolfsburger besonders gut zu Fuß oder gibt es einfach nur wieder einmal einen Schwachpunkt in der Statistik? Laut Bertelsmannstiftung werden bei Wolfsburgern die wenigsten künstlichen Kniegelenke in ganz Niedersachsen eingesetzt. Das behauptet der aktuelle „Faktencheck Gesundheit“.

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Demnach gibt es in Wolfsburg pro 100.000 Einwohner nur 90 Operationen dieser Art pro Jahr. Der Durchschnitt in Niedersachsen liegt bei 130 und den Spitzenplatz in der gesamten Bundesrepublik hat der bayerische Landkreis Neustadt mit 214 OPs - also mehr als doppelt so viele.

Für die Statistik werteten Experten der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie anonymisierte Daten der AOK aus. Thomas Helmke, Sprecher des Wolfsburger Klinikums, vermutet, dass das zu einem verfälschten Ergebnis geführt haben könnte: „Erfahrungsgemäß sind viele Wolfsburger eher Mitglied bei der Deutschen BKK.“ Die WAZ fragte bei deren Pressestelle nach und erfuhr: 2011 wurden bei BKK-Mitgliedern in Wolfsburg 123 neue Kniegelenke implantiert, 2012 waren es 110 - das entspricht schon eher dem Landesdurchschnitt.

Seltsam ist allerdings auch, dass die AOK-Daten der Wolfsburger Nachbarn deutlich höher liegen: die Kreise Helmstedt und Gifhorn liegen bei 138 OPs, die Stadt Braunschweig bei 124 und Wolfenbüttel sogar bei 155. Bertelsmann-Sprecher Thomas Neldner betont: „Uns war wichtig, dass die Untersuchungsdaten direkt von der Ärzteschaft kommen.“ Die Stiftung kommt bei der bundesweiten Auswertung zu dem Ergebnis, dass es in der Regel mehr Knie-OPs in wohlhabenderen Regionen gibt.

Auch dabei stellt Wolfsburg eine Ausnahme dar. Lydia Krüger, Sprecherin der Deutschen BKK, dazu: „Die Deutsche BKK bietet bei Knie-Operationen ein Zweitmeinungsverfahren an. Es wird geprüft, ob es alternative Behandlungswege gibt.“ Von 374 BKK-Patienten seien dabei anschließend nur 26 operiert worden.

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